Dienstag, 28. Juli 2026

PARANORMASIGHT: The Mermaid's Curse


Ich habe eine Weile lang überlegt, ob es nicht vielleicht Sinn machen würde, Leuten zu empfehlen, The Mermaid’s Curse ohne Vorwissen aus The Seven Mysteries of Honjo zu spielen. Es gibt jetzt wirklich keine relevanten Verbindungen, die der Geschichte einen Mehrwert geben würden, und auch sonst muss man sich von vornherein darüber klar sein: Das zweite Spiel der Paranormasight Reihe (oh hoffentlich kommen noch mehr davon) ist komplett anders als das erste. Zumindest was die Stimmung und auch den Fokus angeht. Vergesst die große Relevanz und den geschickten Einsatz von Flüchen, zumindest für den Großteil der Zeit, und vergesst die vage Erinnerung an leicht unangenehme Szenen des Nachts, in denen man nichts und niemandem trauen kann - und begebt euch dafür auf eine maritime, oft unterhaltsame Entdeckungstour durch jahrhundertealte Inselmythen und Sagen. Ich sage es gleich vorweg, ich fands super. Ich mag den ersten Teil irrsinnig gerne, aber ich mag auch diesen Teil irrsinnig gerne, und teilweise sind die Gründe vielleicht sogar dieselben, aber auf irgendwie völlig unterschiedliche Art und Weise.
Die Charaktere zum Beispiel. Sie sind wieder ausgesprochen liebenswert und lebendig, aber The Mermaid’s Curse zählt nicht auf Unbehagen und Misstrauen, sondern auf Zusammenarbeit, Vertrauen und Informationsaustausch.
Also lasst euch vom Beginn des Spiels ruhig gleich auf die richtige Fährte führen – genau so wird es auch einen Großteil der Zeit über sein – sonnig, lustig und mit einem Shitload an Lore. :D

Dienstag, 30. Juni 2026

Universe For Sale


Universe for Sale habe ich mit der Erwartung gekauft, dass mich ein cozy, leicht esoterisches Spiel erwartet, das sich gemütlich in wenigen Stunden durchspielen lässt. Am zutreffensten war der Punkt mit den wenigen Stunden, und Esoterik enthält die Geschichte definitiv auch… aber „cozy“ ist das letzte Wort, das ich im Nachhinein für das Spiel benutzen würde, und gemütlich ist höchstens die Ausführung des Gameplays, weil man mit der klickenden Hand nicht viel machen muss, mit dem Kopf aber durchaus einiges.
Eine Weile lang habe ich an meinen geistigen Fähigkeiten stark gezweifelt, weil es nicht nur Stellen gab, bei denen ich mich spielmechanisch dumm angestellt habe, sondern ich die Story zu Beginn schon wieder überhaupt nicht verstanden habe. Letzteres gehört aber zum Glück ganz fest zum Spielprinzip und ist Absicht, bis sich alles immer mehr aufdröselt und am Ende Sinn ergibt.
Man braucht also durchaus Konzentration für die Geschichte, die auch alles andere als leichtherzig ist, also würde ich den Begriff "cozy" wirklich eindeutig aus der Beschreibung verbannen.

Mittwoch, 24. Juni 2026

Grim Grimoire Once More


Mit bunt-süßem witchy stuff kann man mich in fast allen Bereichen erreichen. Wer also ein Remaster von einem Spiel macht, das ästhetisch genau in diese Kerbe schlägt, hat schon fast gewonnen. Wenn der Entwickler dann noch Vanillaware heißt, und das Genre nicht "Action" im Namen hat, bin ich an Bord.
Bei Grim Grimoire Once More hätte ich das fast bereut. Hätte ich es aber abgebrochen, hätte ich auch das wahrscheinlich bereut. Ihr seht schon, es war ein schwieriges Unterfangen.

Freitag, 5. Juni 2026

Röki


Röki ist eigentlich ein Winterspiel. Hat mich das je schon mal interessiert? Natürlich nicht. 
Aber Spaß beiseite, die besondere Stimmung und Atmosphäre des Spiels sind sein größter Pluspunkt, was nicht heißt, dass es sein einziger ist. 
In einer nicht näher bestimmten skandinavischen Wildnis folgt man einem Mädchen namens Tove auf der Suche nach ihrem Bruder, der am Anfang des Abenteuers verschleppt wird. Dabei gerät man in ein Wunderland der nordischen Folklore, das es zu entdecken und von einer Art Seuche zu befreien gilt. 
Das Setting ist wirklich so toll, dass ich hin und wieder vergaß, dass auch noch durchaus emotionale Geschichten hinter der mystischen Fassade lauern, und manchmal hat das für mich nicht immer komplett funktioniert (immer dann, wenn es um Toves persönliches Trauma ging), aber das Ende hat mich schon durchaus ein paar Tränchen vergießen lassen. Im Endeffekt war es dann genau die richtige Mischung aus lebensnahen, traurigen Situationen und magischer Andersartigkeit. Das alles in Kombination mit durchaus ziemlich abwechslungsreichen Puzzles ergibt ein wirklich besonderes Gesamtpaket. Röki könnte eines meiner Lieblingsadventures sein. Wenn es ein Point & Click wäre.

Montag, 25. Mai 2026

Moon: Remix RPG Adventure


Es fällt mir ein bisschen schwer, diesen Post anzufangen, weil ich so viele Gedanken zu Moon habe, aber es so schwierig ist, überhaupt etwas zu dem Spiel zu sagen. Sicher, es ist sehr speziell, charmant und quirky... aber ich verstehe nicht einmal selbst, was genau man warum macht, sodass ich es kaum beschreiben kann. Am besten stürzt man sich einfach ins Geschehen, und wenn man Spaß daran hat, etwas obskure Dinge selbst herauszufinden und dabei voll auf Planung mit Ingame-Zeit und organischem Tag- und Nachtwechsel steht, wird man ein regelrechtes Juwel vorfinden. 
Moon ist etwas ganz Besonderes, aber es ist alles andere als bequem, und das gehört voll zum Spielprinzip. Quality of Life Features zerstören das komplette Feeling des Spiels, also gibt es sie auch nach all den Jahren bei dieser Neuveröffentlichung auf der Switch nicht. Aber wem das nichts ausmacht, und wer auch auf konventionelles Storytelling verzichten kann, der sollte sich Moon unbedingt ansehen. Am besten gestern als heute oder gar morgen. 

Samstag, 23. Mai 2026

The Awakened Fate Ultimatum


Ich wurde im Jahr 2022 so richtig von The Guided Fate Paradox überrascht. Das recht nischige RPG von NIS hatte mich so sehr überzeugt - hauptsächlich das Gameplay betreffend - dass ich mir alle geistigen Vorgänger und Nachfolger daraufhin besorgt hatte. The Awakened Fate Ultimatum ist Letzteres, und im Laufe der Jahre sind meine Erwartungen doch recht stark gesunken. Ich wusste, dass das Gameplay doch relativ signifikant abgeändert worden war, zumindest genau bei den Sachen, die mich bei Guided Fate Paradox so motiviert hatten. Trotzdem, sicher nicht unter anderem auch wegen der moderaten Spielzeit, habe ich Awalened Fate Ultimatum in meinem Backlog gelassen und kürzlich dann ausprobiert. Und wieder wurde ich positiv überrascht. Ja, es ist schon anders und sicher nicht so suchterzeugend wie der Vorgänger, aber dafür hat es eine Story. Eine ziemlich düstere sogar. Natürlich wird sie hin und wieder vom albernen NIS Charme durchbrochen, aber sie behandelt einen ziemlich sinnlosen, blutrünstigen Krieg zwischen Engeln und Teufeln, und da wird nicht mit Schrecklichkeiten, die so ein Setting mit sich bringt, gespart. Ich war geschockt! Und erfreut. ;0

Dienstag, 28. April 2026

Another Code: Two Memories


Man könnte sich fragen, warum ich Another Code damals gar nie für den DS gekauft hatte. Auf den ersten Blick ist es nicht nur total Meins, es hatte auch durch die Bank gute Rezensionen und schien immer in positiver Erinnerung zu bleiben. So viel ich mitbekommen habe, zumindest. Wahrscheinlich habe ich es nur nie besorgt, weil der zweite Teil für die Wii erschienen ist und ich es somit nicht spielen würde können – das ist schon immer ein erheblicher Grund für mich gewesen, mit einer Reihe gar nicht erst anzufangen.
Nun, dem wurde mit dem Release der Another Code: Recollection für die Switch dann Abhilfe geschafft, und da habe ich auch ohne zu Zögern gleich zugegriffen. Der überraschendste Plottwist bei dem Ganzen (ja, alle Events im Spiel mit einbezogen) ist eigentlich, dass ich gar keinen Antrieb mehr hatte, den zweiten Teil auch zu spielen.
Dabei stellt einem Recollection diese Frage gar nicht, weil es gar keine Auswahl gibt, welches der beiden Spiele man starten möchte – man startet mit Two Memories und der Übergang zu A Journey to Lost Memories ist trotz einem „The End“ Bildschirm fließend, ohne dass man das irgendwie aufhalten könnte. Da hatte ich den Anfang von dem schon gesehen, ohne dass ich es wollte, was für ein Unfug. D;

Montag, 6. April 2026

Master Detective Archives: Raincode


Ooh Master Detective Archives Raincode, oder wenn wir den Titel etwas abkürzen wollen: Perverses Snoozefest 3000. Die Zahl hat keine Bedeutung, es klingt nur ohne sie nicht so fetzig.
Ja, also das war ja wohl mal irgendwie nix. Okay, das stimmt nicht ganz, es gibt einige Elemente im Spiel, die im Vergleich zu Danganronpa (von dem Snoozefest ja so irgendwie ein spritueller Nachfolger ist) merklich verbessert und aufpoliert wurden. Die Minispiele mag ich zum Beispiel deutlich lieber und finde die "Mystery Labyrinths" abwechslungsreicher als die Verhandlungen in den Vorgängern. Ich war auch grundsätzlich positiv überrascht über die Sidequests, die man auf der begehbaren Stadtmap finden kann - und eigentlich auch über die Map an sich, die sich nach und nach öffnet und sehr cool designed wurde (auch wenn sie insgesamt kaum Interaktivität bietet). Die Menge der Charaktere, mit denen man auch tatsächlich Zeit verbringt, ist sehr überschaubar, was der Geschichte die Möglichkeit bietet, sie mehr ins Rampenlicht zu rücken. Es ist auch erfrischend, dass man über den Großteil des Spielverlaufs davon ausgehen kann, dass Sie einem kein Messer in den Rücken stechen, da die Antagonisten von Anfang an klar und nicht Teil der Gruppe sind. All diese Dinge machen Snoozefest aber noch zu keinem spaßigen Spiel, sondern halten es damit gerade noch so über Wasser, damit man es nicht komplett aufgibt.
Ich kann gar nicht bestreiten, dass es durchaus mit Hingabe gemacht wurde, aber anscheinend auch für ein extrem begriffsstutziges, ermittlungsschwaches Publikum – und das ist sicherlich der Hauptgrund meiner Langeweile. Über die anstrengenden, perversen und mysogynen Sprüche/Cutscenes kann man schließlich auch mit der R-Taste skippen.

Mittwoch, 11. März 2026

The Forgotten City


The Forgotten City ist ein Mystery Game, bei dem man durch aufmerksames Erkunden und ausführliche Gespräche vielerlei Geheimnissen um Mythen und Kultur einer alten, römischen Zivilisation auf die Spur kommt. Und es war außerdem irgendwann einmal im Jahre Schnee eine Skyrim Mod. Als Person, die zumindest die letzten zwei The Elder Scrolls Hauptteile begeistert gespielt hat, hat mich das also durchaus überzeugt, es trotz Ego-Perspektive, die ich anderswo sonst eigentlich nicht so mag, selbst auszuprobieren.
Man sollte sich vom eher langsamen Start auf keinen Fall abhalten lassen, in diese Welt einzutauchen. Ein bisschen muss ja erklärt werden, dass man im Spiel an einen Ort gelangt ist, der nicht nur weit in der Vergangenheit liegt, sondern dass man von dort nicht weg kann und eine wichtige Regel befolgen muss: Die Golden Rule.
Die Golden Rule besagt, dass bei nur einem Fehltritt eines einzelnen die komplette Gemeinschaft bestraft wird. Niemand darf eine Straftat begehen (wobei natürlich teilweise schwammig ist, was genau dort hinein fällt - tricky!), sonst werden alle Bewohner in Gold verwandelt. Die Tatsache, dass man selbst aus der Zukunft in diese Geschehnisse gebracht wurde, ist der Beweis dafür, dass ein Regelbruch kurz bevor steht - denn man wird durch ein Ritual quasi beschwört, das der Charakter namens Sentius nur durchführt, wenn die Golden Rule verletzt wird und alles bereits dem Untergang geweiht wird. Ja, das Spiel ist natürlich voll von Zeitparadoxen, aber spielt auch damit. Denn nur wenn man ein richtiges Paradoxon erschafft - also Sentius nie dazu gezwungen wird, das Ritual machen zu müssen - kann man wieder nach Hause zurückkehren. Vermutlich. ;0

Dienstag, 24. Februar 2026

Vierzehnjäriges Jubiläum


Juhu, ich bin diesmal wieder pünktlich! \o/
Eigentlich sprach dieses Jahr nichts dafür, dass ich einen guten Start hinlege. Ich habe wenig Fortschritt aus dem Vorjahr mitgenommen und war auch allgemein nicht so richtig "drin". Dass ich jetzt trotzdem bisher schon 5 Spiele durchgespielt habe, überrascht und erfreut mich sehr. Natürlich war es viel Kurzes, aber ich habe vor allem auch gemerkt, dass ich wieder motivierter bin, was eigentlich den für mich relevanten Unterschied macht. 
Ich wurde aber bisher auch ziemlich verwöhnt von den Spielen, die ich gespielt habe, weil sie mir alle überdurchschnittlich gut gefallen haben (außer Persona vielleicht, aber das zählt ja auch noch halb zu 2025) - wie soll man da nicht motiviert sein? 
Noch besser wird es einerseits durch mein Medienjournal, das ich angefangen habe, und worin ich zu jedem Spiel eine Seite (analog!) gestalte, sobald ich es durchgespielt habe. Ich gestalte einfach sehr gerne Sachen mit Stickern und Washi Tapes, also warum nicht meine anderen Hobbies darin einbeziehen? Und andererseits habe ich ein Gaming Bingo für dieses Jahr (auch analog! erkennt jemand ein Muster?^), was auch sehr hilft - vor allem weil ich schon mehr Felder ausgefüllt habe, als jeder gedacht hätte. 

Naja, wichtig ist ja nicht der Grund, sondern dass ich wieder richtig back on track bin! Oder so. 

Samstag, 21. Februar 2026

I Was A Teenage Exocolonist


Einige Zeit bevor I Was A Teenage Exocolonist herauskam, hatte ich die Demo davon gespielt. In dieser konnte man das erste von insgesamt zehn Ingame-Jahren erleben, und es hat mir gleich ziemlich gut gefallen. Besonders auffällig waren natürlich zuerst einmal das absolut coole Design der Charaktere und der außerirdischen Welt, in der die Geschichte stattfindet. Für das Auge wirkt alles direkt frisch, futuristisch und ziemlich schick. Das motiviert einen gleich, mehr über das Setting und die vielen verschiedenen Personen erfahren zu wollen. Und dieses Interesse sollte man auch mitbringen, denn die Texte sind wirklich ausführlich. Das muss einem liegen, aber es lohnt sich auch, denn es gibt eine Menge zu entdecken und zu erfahren – so viel, dass man in einem Durchgang nur einen Bruchteil der Informationen erhält, die zur Verfügung stehen. Es fühlt sich dabei aber gleichzeitig auch nicht so an, als würde man ständig etwas verpassen, sondern vielmehr, als würde man einfach seinen eigenen Weg wählen und wirklich selbst dafür verantwortlich sein, wie man ihn bestreitet. Dafür hat man in jedem Spielejahr 13 Monate Zeit (alles mit fancy Jahreszeitenwechsel und so) – jedes Monat ist quasi eine Zeiteinheit. Diese vergeht, wenn man eine Aufgabe wählt, die wissentlich die eigenen Stats verändert. Abseits davon kann man aber auch ein paar kleine Sachen machen, zum Beispiel Gespräche führen oder Gegenstände kaufen. Es macht natürlich extrem viel Spaß, die Stats zu verbessern, weil es so viele verschiedene gibt, die mit unterschiedlichsten Tätigkeiten, aber auch mit Charakteren zusammenhängen. In der Schule kann man thematisch viele verschiedene Dinge erforschen und dabei eine Bindung mit Tang knüpfen, in den Gärten schaufelt man Dreck, behütet die außerirdischen Tiere, oder versucht essbare Pflanzen zu finden, und kommt dabei Cal ein bisschen näher. Die Möglichkeiten sind vielfältig, aber der Ablauf ist natürlich immer recht ähnlich. Dachte ich zumindest. Denn nach der Demo war ich zwar ziemlich angetan, habe mich aber schon gefragt, ob das Spielprinzip nicht trotz aller inhaltlichen Möglichkeiten nicht doch irgendwann repetitiv werden könnte.

Samstag, 31. Januar 2026

The Darkest Files


Als The Darkest Files vor wenigen Jahren auf Kickstarter präsentiert wurde, musste ich gar nicht lange überlegen, ob ich es backen möchte. Das erste Spiel der deutschen Entwickler Paintbucket Games war schließlich „Through The Darkest Of Times“, ein quasi Management Game, das in Deutschland zu Zeiten Hitlers spielt. Ich habe es einmal bei Writing Bull gesehen, der das Erlebnis mit seinem eigenen großem Wissen und dem behutsamen Respekt vor der Geschichte nochmal richtig herausgehoben hat – aber gleichzeitig ist es auch einfach ein echt gutes Spiel. Einen zweiten Durchgang habe ich unanhängig von Writing Bull auch nochmal gesehen, und ich war wieder begeistert. Through The Darkest of Times ist extrem informativ, ohne dabei dröge oder belehrend zu werden, und während es durchaus aufwühlen ist, bleibt es in seiner Präsentation ruhig, aber nie emotionslos. Aber gut, wir sprechen hier eigentlich über das Nachfolgeprojekt der Entwickler, von dem ich mir eben auch einfach ein ähnlich gutes Erlebnis erhofft hatte. Und mein Vertrauen war berechtigt, zumindest was die Erzähltechnik und die akkurate Beschreibung und Aufarbeitung der Nachkriegszeit in Deutschland betrifft, und auch das Gameplay hat mir gefallen. Denn ich durfte Staatsanwalt, und somit eigentlich Detektiv, sein!

Mittwoch, 21. Januar 2026

Shin Megami Tensei: Persona


Ich bin schon so ein bisschen auf einer passiven Quest, alle Persona Hauptteile irgendwann einmal gespielt zu haben. Am meisten freue ich mich auf Teil 2, aber ich warte noch in der Hoffnung, dass es auch Remakes geben wird. Persona 5 ist mir in vermutlich fast all meinen Lebenslagen zu lange, also musste im Herbst letzten Jahres eben Persona 1 herhalten.
Da ich mir auch ganz schwer damit tue, nur eine Route in Spielen zu machen und es dann sein zu lassen, musste noch ein Bauernopfer her, das sich die „Snowqueen“ Route antut, während ich mich der „SEBEC“ Route gewidmet habe. Narcissu war dafür natürlich genau der Richtige, aber alles, was uns das gebracht hat war, dass er quasi drei Monate vor mir fertig wurde und meine Motivation noch schlechter wurde als ohnehin schon. xD Dabei mag ich gar nicht unbedingt sagen, dass dieses erste Persona (natürlich in der Remastered Fassung für PSP) per se schlecht ist. Es hat nur bestimmte Eigenheiten, die für mich sehr stark dazu beigetragen haben, dass sich alles sehr zäh angefühlt hat – wie das Gefühl, grinden zu müssen während das aber gleichzeitig kaum EXP und Level brachte. Das Drumherum mochte ich aber nicht ungern, zumindest wenn ich nicht gerade unbescholten nur von einem Speicherpunkt zum Einkaufszentrum gehen wollte und auf der Reise von 23 Feinden überfallen wurde. Alles was zur Story gehört, hat mir nämlich durchaus gefallen, das konnte nur leider nicht so wirklich auffallen bei all den anstrengenden Sachen, mit denen ich mich sonst so herumschlagen musste. Und ich glaube auch nicht, dass es an veralteten Mechaniken liegt, denn ich spiele ja auch den geistigen Vorgänger von Persona, „SMT if…“ und muss mich zwar auch manchmal dazu überwinden, habe aber insgesamt eigentlich immer Spaß damit. Vielleicht weil ich dort keine Personas rekrutieren kann und mir daher nicht soo sehr vorgehalten wird, wenn ich unterlevelt bin? Möglich! Denn abgesehen von diesem großen Punkt bestehen die Unterschiede hauptsächlich darin, dass man eine Party mit mehreren Charakteren hat, die Persönlichkeiten haben und eine Geschichte erleben, die aus mehr als nur drei Sätzen besteht.

Mittwoch, 14. Januar 2026

Legend of Mana


Legend of Mana (das Remake für Switch, selbstverständlich) ist das erste Spiel der Mana Reihe, das ich selbst gespielt habe. Und es wird wohl auch das einzige bleiben. Nicht, weil ich es nicht gemocht hätte – ganz im Gegenteil. Legend of Mana hat mir ziemlich viel Spaß gemacht und war irgendwie genau das Richtige für mich. Aber es ist dieser eine Teil, den beinahe jede Reihe hat, der halt irgendwie anders ist als all die anderen. Und naja, deshalb interessieren mich „all die anderen“ nun noch weniger als vorher. Legend of Mana hatte die Formel, die bei mir funktioniert hat. Denn irgendwie fühlte es sich für mich mehr wie ein SaGa als irgendetwas anderes an. Legend of SaGa? SaGa of Mana? Irgendsowas hätte der eigentlich Name sein können. Und dann hätte ich es auch mit deutlich mehr Elan angefangen – so musste es mir erst in einem JRPG Wichteln zugeteilt werden, damit ich einen Grund hatte, es mir mal vorzunehmen. Da wäre mir, meiner Meinung nach, aber schon einiges an Spaß durch die Lappen gegangen!

Dienstag, 23. Dezember 2025

Jahresrückblick


Dieses Jahr hatte ich mal wieder einen kleinen Durchhänger. Also, meine Anzahl an durchgespielten Spielen ist durchaus in Ordnung, aber etwas wirklich Langes habe ich nicht dabei, und gegen Ende habe ich nicht einmal meine JRPG Challenge geschafft. Ich war mit meinen Abschlüssen auch deutlich später dran als sonst und habe bis Dezember gar nichts (Längeres) angefangen, was ich im neuen Jahr dann schnell durchhaben werde. Dafür habe ich aber auch gar nicht so viel gekauft, also gleicht es sich trotzdem irgendwie aus. Und eigentlich ist es mir auch gar nicht so wichtig, solange ich Spaß hatte. Und das hatte ich mit einigen Titel aus dieser Liste durchaus:

Sonntag, 21. Dezember 2025

Game of the Year 2025

Dieses Jahr hatte ich das Gefühl, nur recht gemächlich mit Spielen voranzukommen und mein Fokus war nicht komplett auf dieses Hobby gerichtet. Dass ich trotzdem wieder so viele Titel zusammenbekommen habe, aus denen ich die neun Besten auswählen darf, hat mich ein bisschen überrascht und auch sehr fröhlich gestimmt. :D Und wieder hat sich auch bestätigt, dass fünf Plätze zu wenig gewesen wären, denn bis mindestens Platz 8 wollte ich auch wirklich unbedingt all diese Spiele nochmals besonders erwähnen. Für Platz 9 hatte ich eine größere Auswahl, aber das schreibe ich dort eh auch nochmal. Die, die es knapp nicht geschafft haben waren zum Beispiel Citizen Sleeper und Pillars of the Earth, welche ich beide auch noch in sehr wohliger Erinnerung habe. Aber eigentlich habe ich dieses Jahr fast gar nichts gespielt, das mich negativ daran zurückblicken lässt, und das ist für sich gesehen auch schon ein ziemlicher Win. 

Samstag, 20. Dezember 2025

CARIMARA: Beneath the Forlorn Limbs


Ich habe von einem lieben Freund den Tipp bekommen, dass das kleine Spiel Carimara etwas sein könnte, das mir Spaß machen würde. Ich selbst hatte ehrlich gesagt noch gar nichts davon gehört, dabei war ich nach einem kurzen Blick auf die Steam Page auch gleich überzeugt, dass es zumindest auf dem Papier wie für mich gemacht klingt. Das einzig Abschreckende könnte vielleicht die Optik sein, die aber ja doch einen gewissen, konsistent creepigen Stil hat, und ich kann eigentlich auch mit Creepy recht viel anfangen. Solange es nicht wirklich gruselig wird. Nach dem Spielen des recht kurzen Abenteuers - nach etwas mehr als eineinhalb Stunden war ich durch und hatte alle Achievements - konnte ich meinem Freund voller Überzeugung mitteilen, dass, Ja, es war tatsächlich wie für mich gemacht. Und vermutlich für viele andere auch, denn Carimara macht das, was es sein will, ziemlich gut und kann wirklich auf ganzer Linie überzeugen. 

Samstag, 13. Dezember 2025

Pipkin


Jedes Mal schreibe ich bei einem Spiel dieses Genres als Einleitung irgendwie dasselbe: Ich bin wählerisch bei der Auswahl, die Titel müssen mich vorab schon sehr ansprechen, um überhaupt gekauft zu werden, ich mag Pokémon, blablabla. Ich habe ewig keinen Creature Collector mehr gespielt, nachdem mir mein letztes Pokémon-Abenteuer mit Soul Silver ja nicht so viel Spaß gemacht hat, und dafür das Idle Desktop Game Desk Paws das klaffende Verlangen nach süßer Monstersammlung vollends erfüllt hat.
Pipkin habe ich auf Kickstarter entdeckt und es sah cool aus, da habe ich mir eigentlich noch recht wenig Gedanken gemacht, ob es was für mich sein könnte. Das Halloween-Theme war genau mein Fall, aber über irgendwelche Mechaniken oder eine Rahmengeschichte wusste ich eigentlich überhaupt nichts. Dabei ist es mir sonst wichtig, dass vor allem das Sammelgefühl stimmt, sich die Monster in irgendeiner Form entwickeln (Breeden ist sowieso mein Peak Pleasure… das klingt falsch) und ich oft meine Teammitglieder tauschen kann, um irgendwann eine perfekte Komposition zu haben, zu der ich auch eine Bindung herstellen kann.
Pipkin hat das alles nicht so wirklich, und trotzdem hatte ich so viel Spaß wie schon lange nicht mehr mit einem Vertreter des Genres. 

Sonntag, 30. November 2025

Spiritfarer


Spiritfarer hatte für mich immer den Ruf, eine berührende Indieperle zu sein, ohne dass ich eigentlich wusste, was es genau für ein Spiel ist. Ich hatte schon mitbekommen, dass man sich irgendwie um die Bedürfnisse von tierhaften Spirits kümmert, um sie schließlich ins Jenseits zu überführen, aber das war für mich immer eher ein vernachlässigbares Detail. Ich dachte, die Geschichte alleine würde so große Emotionen erzeugen, dass der Rest schon irgendwie laufen würde. Eigentlich ist es aber genau umgekehrt. Das Gameplay nimmt definitiv den Hauptteil des Spiels ein, und wenn einen das motiviert, interessieren einen auch die Charaktere ein wenig mehr und es könnte die ein oder andere Bindung entstehen. Wenn man all das Ressourcen Management zu mühselig findet, was ich durchaus verstehen kann, können die Charaktere das Spiel aber wohl auch nicht mehr retten, denn man verbringt deutlich mehr Zeit damit, Holz, Erze, Zutaten etc. zu sammeln, als mit den Leuten zu plaudern, die man dabei hat.

Mittwoch, 29. Oktober 2025

Famicom Detective Club: Emio - Der Lächelnde Mann


Für Famicom Detective Club habe ich mich schon länger ein bisschen interessiert, schließlich bin ich ja quasi auch ein Detektiv. Oder so. Als die alten Teile neu aufgelegt wurden hätte ich sie auch fast gekauft, aber irgendwo habe ich immer Stimmen gelesen, die mich dann doch davon abgehalten haben. Es fühle sich alles ein bisschen umständlich an, war da zum Beispiel dabei. Das Tempo wäre recht gemächlich, habe ich auch gehört. Beides kombiniert klang schon ein bisschen anstrengend. Als dann aber Emio: Der lächelnde Mann herauskam, musste ich doch zuschlagen. Das klang alleine vom Thema her schon gleich viel fetziger und aufregender. Ein Serienmörder mit einer Papiertüte und einem darauf gemalten lächelndem Gesicht auf dem Kopf? Count me in!
Leider muss ich sagen, dass die oben genannten Punkte hier trotzdem auch zugetroffen haben. Ich habe fast parallel mit dem Spiel auch angefangen, das erste FDC (The Missing Heir) auf Youtube zu schauen, da die ermittelnden Detektive immer dieselben sind und ein bisschen Bezug auf vergangene Ereignisse genommen wurde (allerdings wirklich nur ganz minimal, es ist absolut nicht erforderlich und war nur mir persönlich ein Anliegen, mehr zu erfahren). Das kam mir über weite Strecken sogar etwas weniger umständlich und etwas actionreicher vor, was mich wirklich überrascht hat.