Vorsicht: Dieser Blog enthält viele Spoiler zu Videospielen, die nicht explizit gekennzeichnet werden!
Dienstag, 30. Juni 2026
Universe For Sale
Universe for Sale habe ich mit der Erwartung gekauft, dass mich ein cozy, leicht esoterisches Spiel erwartet, das sich gemütlich in wenigen Stunden durchspielen lässt. Am zutreffensten war der Punkt mit den wenigen Stunden, und Esoterik enthält die Geschichte definitiv auch… aber „cozy“ ist das letzte Wort, das ich im Nachhinein für das Spiel benutzen würde, und gemütlich ist höchstens die Ausführung des Gameplays, weil man mit der klickenden Hand nicht viel machen muss, mit dem Kopf aber durchaus einiges.
Eine Weile lang habe ich an meinen geistigen Fähigkeiten stark gezweifelt, weil es nicht nur Stellen gab, bei denen ich mich spielmechanisch dumm angestellt habe, sondern ich die Story zu Beginn schon wieder überhaupt nicht verstanden habe. Letzteres gehört aber zum Glück ganz fest zum Spielprinzip und ist Absicht, bis sich alles immer mehr aufdröselt und am Ende Sinn ergibt.
Man braucht also durchaus Konzentration für die Geschichte, die auch alles andere als leichtherzig ist, also würde ich den Begriff "cozy" wirklich eindeutig aus der Beschreibung verbannen.
Mittwoch, 24. Juni 2026
Grim Grimoire Once More
Mit bunt-süßem witchy stuff kann man mich in fast allen Bereichen erreichen. Wer also ein Remaster von einem Spiel macht, das ästhetisch genau in diese Kerbe schlägt, hat schon fast gewonnen. Wenn der Entwickler dann noch Vanillaware heißt, und das Genre nicht "Action" im Namen hat, bin ich an Bord.
Bei Grim Grimoire Once More hätte ich das fast bereut. Hätte ich es aber abgebrochen, hätte ich auch das wahrscheinlich bereut. Ihr seht schon, es war ein schwieriges Unterfangen.
Freitag, 5. Juni 2026
Röki
Röki ist eigentlich ein Winterspiel. Hat mich das je schon mal interessiert? Natürlich nicht.
Aber Spaß beiseite, die besondere Stimmung und Atmosphäre des Spiels sind sein größter Pluspunkt, was nicht heißt, dass es sein einziger ist.
In einer nicht näher bestimmten skandinavischen Wildnis folgt man einem Mädchen namens Tove auf der Suche nach ihrem Bruder, der am Anfang des Abenteuers verschleppt wird. Dabei gerät man in ein Wunderland der nordischen Folklore, das es zu entdecken und von einer Art Seuche zu befreien gilt.
Das Setting ist wirklich so toll, dass ich hin und wieder vergaß, dass auch noch durchaus emotionale Geschichten hinter der mystischen Fassade lauern, und manchmal hat das für mich nicht immer komplett funktioniert (immer dann, wenn es um Toves persönliches Trauma ging), aber das Ende hat mich schon durchaus ein paar Tränchen vergießen lassen. Im Endeffekt war es dann genau die richtige Mischung aus lebensnahen, traurigen Situationen und magischer Andersartigkeit. Das alles in Kombination mit durchaus ziemlich abwechslungsreichen Puzzles ergibt ein wirklich besonderes Gesamtpaket. Röki könnte eines meiner Lieblingsadventures sein. Wenn es ein Point & Click wäre.
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