The Princess Is In Another Castle
Vorsicht: Dieser Blog enthält viele Spoiler zu Videospielen, die nicht explizit gekennzeichnet werden!
Samstag, 23. Mai 2026
The Awakened Fate Ultimatum
Ich wurde im Jahr 2022 so richtig von The Guided Fate Paradox überrascht. Das recht nischige RPG von NIS hatte mich so sehr überzeugt - hauptsächlich das Gameplay betreffend - dass ich mir alle geistigen Vorgänger und Nachfolger daraufhin besorgt hatte. The Awakened Fate Ultimatum ist Letzteres, und im Laufe der Jahre sind meine Erwartungen doch recht stark gesunken. Ich wusste, dass das Gameplay doch relativ signifikant abgeändert worden war, zumindest genau bei den Sachen, die mich bei Guided Fate Paradox so motiviert hatten. Trotzdem, sicher nicht unter anderem auch wegen der moderaten Spielzeit, habe ich Awalened Fate Ultimatum in meinem Backlog gelassen und kürzlich dann ausprobiert. Und wieder wurde ich positiv überrascht. Ja, es ist schon anders und sicher nicht so suchterzeugend wie der Vorgänger, aber dafür hat es eine Story. Eine ziemlich düstere sogar. Natürlich wird sie hin und wieder vom albernen NIS Charme durchbrochen, aber sie behandelt einen ziemlich sinnlosen, blutrünstigen Krieg zwischen Engeln und Teufeln, und da wird nicht mit Schrecklichkeiten, die so ein Setting mit sich bringt, gespart. Ich war geschockt! Und erfreut. ;0
Dienstag, 28. April 2026
Another Code: Two Memories
Man könnte sich fragen, warum ich Another Code damals gar nie für den DS gekauft hatte. Auf den ersten Blick ist es nicht nur total Meins, es hatte auch durch die Bank gute Rezensionen und schien immer in positiver Erinnerung zu bleiben. So viel ich mitbekommen habe, zumindest. Wahrscheinlich habe ich es nur nie besorgt, weil der zweite Teil für die Wii erschienen ist und ich es somit nicht spielen würde können – das ist schon immer ein erheblicher Grund für mich gewesen, mit einer Reihe gar nicht erst anzufangen.
Nun, dem wurde mit dem Release der Another Code: Recollection für die Switch dann Abhilfe geschafft, und da habe ich auch ohne zu Zögern gleich zugegriffen. Der überraschendste Plottwist bei dem Ganzen (ja, alle Events im Spiel mit einbezogen) ist eigentlich, dass ich gar keinen Antrieb mehr hatte, den zweiten Teil auch zu spielen.
Dabei stellt einem Recollection diese Frage gar nicht, weil es gar keine Auswahl gibt, welches der beiden Spiele man starten möchte – man startet mit Two Memories und der Übergang zu A Journey to Lost Memories ist trotz einem „The End“ Bildschirm fließend, ohne dass man das irgendwie aufhalten könnte. Da hatte ich den Anfang von dem schon gesehen, ohne dass ich es wollte, was für ein Unfug. D;
Montag, 6. April 2026
Master Detective Archives: Raincode
Ooh Master Detective Archives Raincode, oder wenn wir den Titel etwas abkürzen wollen: Perverses Snoozefest 3000. Die Zahl hat keine Bedeutung, es klingt nur ohne sie nicht so fetzig.
Ja, also das war ja wohl mal irgendwie nix. Okay, das stimmt nicht ganz, es gibt einige Elemente im Spiel, die im Vergleich zu Danganronpa (von dem Snoozefest ja so irgendwie ein spritueller Nachfolger ist) merklich verbessert und aufpoliert wurden. Die Minispiele mag ich zum Beispiel deutlich lieber und finde die "Mystery Labyrinths" abwechslungsreicher als die Verhandlungen in den Vorgängern. Ich war auch grundsätzlich positiv überrascht über die Sidequests, die man auf der begehbaren Stadtmap finden kann - und eigentlich auch über die Map an sich, die sich nach und nach öffnet und sehr cool designed wurde (auch wenn sie insgesamt kaum Interaktivität bietet). Die Menge der Charaktere, mit denen man auch tatsächlich Zeit verbringt, ist sehr überschaubar, was der Geschichte die Möglichkeit bietet, sie mehr ins Rampenlicht zu rücken. Es ist auch erfrischend, dass man über den Großteil des Spielverlaufs davon ausgehen kann, dass Sie einem kein Messer in den Rücken stechen, da die Antagonisten von Anfang an klar und nicht Teil der Gruppe sind. All diese Dinge machen Snoozefest aber noch zu keinem spaßigen Spiel, sondern halten es damit gerade noch so über Wasser, damit man es nicht komplett aufgibt.
Ich kann gar nicht bestreiten, dass es durchaus mit Hingabe gemacht wurde, aber anscheinend auch für ein extrem begriffsstutziges, ermittlungsschwaches Publikum – und das ist sicherlich der Hauptgrund meiner Langeweile. Über die anstrengenden, perversen und mysogynen Sprüche/Cutscenes kann man schließlich auch mit der R-Taste skippen.
Mittwoch, 11. März 2026
The Forgotten City
The Forgotten City ist ein Mystery Game, bei dem man durch aufmerksames Erkunden und ausführliche Gespräche vielerlei Geheimnissen um Mythen und Kultur einer alten, römischen Zivilisation auf die Spur kommt. Und es war außerdem irgendwann einmal im Jahre Schnee eine Skyrim Mod. Als Person, die zumindest die letzten zwei The Elder Scrolls Hauptteile begeistert gespielt hat, hat mich das also durchaus überzeugt, es trotz Ego-Perspektive, die ich anderswo sonst eigentlich nicht so mag, selbst auszuprobieren.
Man sollte sich vom eher langsamen Start auf keinen Fall abhalten lassen, in diese Welt einzutauchen. Ein bisschen muss ja erklärt werden, dass man im Spiel an einen Ort gelangt ist, der nicht nur weit in der Vergangenheit liegt, sondern dass man von dort nicht weg kann und eine wichtige Regel befolgen muss: Die Golden Rule.
Die Golden Rule besagt, dass bei nur einem Fehltritt eines einzelnen die komplette Gemeinschaft bestraft wird. Niemand darf eine Straftat begehen (wobei natürlich teilweise schwammig ist, was genau dort hinein fällt - tricky!), sonst werden alle Bewohner in Gold verwandelt. Die Tatsache, dass man selbst aus der Zukunft in diese Geschehnisse gebracht wurde, ist der Beweis dafür, dass ein Regelbruch kurz bevor steht - denn man wird durch ein Ritual quasi beschwört, das der Charakter namens Sentius nur durchführt, wenn die Golden Rule verletzt wird und alles bereits dem Untergang geweiht wird. Ja, das Spiel ist natürlich voll von Zeitparadoxen, aber spielt auch damit. Denn nur wenn man ein richtiges Paradoxon erschafft - also Sentius nie dazu gezwungen wird, das Ritual machen zu müssen - kann man wieder nach Hause zurückkehren. Vermutlich. ;0
Dienstag, 24. Februar 2026
Vierzehnjäriges Jubiläum
Juhu, ich bin diesmal wieder pünktlich! \o/
Eigentlich sprach dieses Jahr nichts dafür, dass ich einen guten Start hinlege. Ich habe wenig Fortschritt aus dem Vorjahr mitgenommen und war auch allgemein nicht so richtig "drin". Dass ich jetzt trotzdem bisher schon 5 Spiele durchgespielt habe, überrascht und erfreut mich sehr. Natürlich war es viel Kurzes, aber ich habe vor allem auch gemerkt, dass ich wieder motivierter bin, was eigentlich den für mich relevanten Unterschied macht.
Ich wurde aber bisher auch ziemlich verwöhnt von den Spielen, die ich gespielt habe, weil sie mir alle überdurchschnittlich gut gefallen haben (außer Persona vielleicht, aber das zählt ja auch noch halb zu 2025) - wie soll man da nicht motiviert sein?
Noch besser wird es einerseits durch mein Medienjournal, das ich angefangen habe, und worin ich zu jedem Spiel eine Seite (analog!) gestalte, sobald ich es durchgespielt habe. Ich gestalte einfach sehr gerne Sachen mit Stickern und Washi Tapes, also warum nicht meine anderen Hobbies darin einbeziehen? Und andererseits habe ich ein Gaming Bingo für dieses Jahr (auch analog! erkennt jemand ein Muster?^), was auch sehr hilft - vor allem weil ich schon mehr Felder ausgefüllt habe, als jeder gedacht hätte.
Naja, wichtig ist ja nicht der Grund, sondern dass ich wieder richtig back on track bin! Oder so.
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