Der Held bekommt am Ende das Mädchen. In JRPGs ist das in der Regel so, und meist stört mich das auch gar nicht. Das wird oft durch die Geschichte schon so offensichtlich vorbereitet, dass man sich einfach an den Gedanken gewöhnt, außerdem habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die beiden Hauptcharaktere irgendwie zusammen passen. Wenn ich ihn nicht so mag, mag ich sie meistens auch nicht und dann können die von mir aus machen was sie wollen. Oder ich mag beide, was dann ohnehin kein Problem darstellt.Also Blue Dragon, was tust du mir da an?
Ich hab ja im letzten Beitrag über das Spiel schon erwähnt, das Shus Gefühle für Klug plötzlich aus dem Nirgendwo kamen, nachdem erst einmal kräftig darauf rumgeritten wurde, dass Giro sie gern hat. Ich wurde also quasi auf das Pärchen Giro+Klug vorbereitet, aber ab der Hälfte fiel den Entwicklern plötzlich ein, dass das so ja gar nicht geht und der Hauptcharakter natürlich nicht leer ausgehen kann. Er ist schließlich ein wahrer Held, was mir bei den letzten Ereignissen im Spiel auf die unsubtilste Weise vermittelt wurde, die ich in letzter Zeit gesehen habe.
Nur ein heldenhafter Sprung von Shu konnte Klug in sichere Bahnen zurücklenken und gemeinsam mit Giros Hilfe landeten die beiden dann sanft auf dem Boden. Ich wollte da sehr gerne jemanden verprügeln, allerdings wusste ich ja noch nicht, was noch kommen würde.
Erst einmal kam der furchtbarste Dungeon aller Zeiten, nämlich Nenens Festung mit einem Zeitlimit. D: Okay, also Klug hat ein Halsband angelegt bekommen, dass nach einer Stunde explodieren sollte, wenn die Truppe es nicht schaffen würde, Nene bis dahin zu erreichen. Ich hasse Zeitlimits so dermaßen. Am Ende hatte ich zwar locker noch so 15 Minuten übrig, aber alleine durch den Druck machte das Ganze einfach keinen Spaß. Ich wusste nicht, ob während dem Gelaber der Charaktere auch Zeit abgezogen wird und wollte die Dialog so schnell wie möglich hinter mich bringen, und die Bosse in dem Dungeon waren auch nicht alle einfach, so dass ich beim hektischen Menügeklicke während den Kämpfen beinahe den Verstand verloren hätte. Gott, dümmste Stelle überhaupt.



