Vorsicht: Dieser Blog enthält viele Spoiler zu Videospielen, die nicht explizit gekennzeichnet werden!
Samstag, 26. September 2026
Ooblets
Es ist mir wirklich ewig nicht mehr passiert, dass ich ein Spiel viele Stunden lang an einem Tag ohne längere Pausen spielen konnte. Ich bin ja auch schon alt. Aber Ooblets hat es geschafft. In den ersten zehn Tagen hatte ich bereits 21 Stunden auf dem Zähler, die Hälfte davon nur von einem Samstag und einem Sonntag. Das lässt mich glauben, dass ich wohl ein ziemliches bereitwilliges Opfer für Farming Games wäre, wenn ich sie mehr spielen würde - aber gleichzeitig schrecke ich davor immer zurück, weil sie mir wie viel Arbeit vorkommen, bei der ich mir nicht sicher bin, wie lange sie meine Aufmerksamkeit halten kann. Ooblets umgeht dieses Problem gleich mit ein paar Elementen, die vermutlich den Ausschlag gegeben haben, dass es mich so gut bei der Stange halten konnte.
Das Offensichtliche ist natürlich das Creature Collecting, verbunden mit einem Karten…“kampf“…system, was beides Dinge sind, die ich halt wirklich gerne mag. Dann gibt es haufenweise Dinge zu tun, die einen beschäftigt halten, ohne dass sie aber zu unübersichtlich und aufgebläht werden, oder irgendeine Art von Zeitdruck entsteht. Man hat einfach viele Möglichkeiten, den Tag zu gestalten und schaltet auch immer noch mehr frei, aber man kann komplett sein eigenes Pacing bestimmen, ohne dass einen dadurch irgendetwas entgeht. Fortschritte bleiben immer erhalten, egal ob man sich um irgendeinen Aspekt mal eine Zeit lang nicht kümmert, während man aber eigentlich stets das Gefühl hat, voranzukommen. Gegen Ende der Story wird es vielleicht etwas weniger busy, je nachdem welche persönlichen Ziele man sich setzt oder gesetzt hat. Für mich kam der Abschluss genau zur rechten Zeit, wo ich noch genug Motivation übrig hatte, um nicht genervt zu sein, aber schon bemerkt habe, dass ich nicht mehr ganz so eifrig bei der Sache bin.
Montag, 21. September 2026
Sweet Fuse - At Your Side
Mindestens eine Otome Visual Novel im Jahr muss schon sein, ich bezeichne mich ja nicht umsonst als Fan des Genres. Ich hatte allerdings gleichzeitig nicht wirklich Lust auf etwas total Emotionales, da habe ich fürs restliche Jahr genug. ;P Es war also Zeit für Sweet Fuse, eine relativ unbekannte VN für die PSP (soll aber nun anscheinend auch für Switch kommen), die auf den ersten Blick recht unkonventionell aussah und mit einer vergleichsweise kurzen Spielzeit lockte. Dass es darin ein Death Game gibt war natürlich ein netter Bonus, vor allem weil es sich doch auch ein bisschen gegen das Genre wehrt. Es gibt zwar genau genommen schon einen Verräter, aber selbst der verliert recht schnell seinen Drive - denn eigentlich geht es in der Geschichte am allermeisten darum, dass die Hauptcharaktere, obwohl sie sich Anfangs völlig fremd sind, innerhalb von ein paar Tagen eine eingeschworene Gemeinschaft werden, also ein richtig gutes Team, und echte Freunde. Zusätzlich ist auch das Design der Charaktere eher ungewöhnlich für das Genre. Die Protagonistin hat kurzes Haar und ein rundes Gesicht, wie einer der Männer äußerst fasziniert an ihr bemerkt. xD Es gibt bei den sechs Love Interests, die am Anfang zur Auswahl stehen, keinen extrem konventionellen Schönling oder ähnliche Stereotypen; lange Haare wallen nicht ominös und/oder lieblich im Wind, Brillen sind kein Statement (ZUM GLÜCK), sondern eine Gesundheitserscheinung, Gesichtszüge entgleisen regelmäßig.
Im Großen und Ganzen ist Sweet Fuse immer noch eine Otome VN, wie man sie kennt, aber sie hat gerade so diese Nuancen, die es einfach sehr eigen machen. Dadurch hatte ich vielleicht nicht ganz so emotionale Höhen (die wollte ich ja explizit auch gar nicht), aber dafür zumindest größtenteils eine coole Erfahrung mit einer Visual Novel, in der einigen Charakteren das Wohl der anderen (und auch nicht nur der Frau!) fast mehr am Herzen liegt als das eigene.
Sonntag, 6. September 2026
Dragon Age: Origins
Das Schwierigste ist ja oft, mit etwas überhaupt anzufangen. Vor allem wenn es etwas ist, das auch noch viel Zeit kostet. Das gilt für das Schreiben über Dragon Age Origins genauso wie es für das Spielen galt. Ich habe es echt lange vor mich hingeschoben und auf den "richtigen Zeitpunkt" gewartet. Weil zuerst die Erwartungen so hoch waren und es dann irgendwie auch immer mehr in Vergessenheit geriet. Aber ich war in den meisten Fällen ja noch nie besonders schnell damit, Gaming "Bildungslücken" aufzuholen (da lauern auch noch einige in meinem Backlog).
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe endlich Dragon Age Origins gespielt. Und ich weiß jetzt, dass ich Dragon Age 2 oder weitere Spiele der Reihe wohl nicht spielen werde. Das hat zwei völlig gegensätzliche Hauptgründe: Es hat mir zu wenig gefallen, um mich weiteren Brocken des Franchises zu widmen, aber es hat mir gleichzeitig auch zu gut gefallen, sodass ich es nicht ertragen könnte, wenn mein wirklich hart erarbeitetes Friede, Freude, Eierkuchen Ending durch irgendeine weitere Erzählung nicht mehr so gut wäre. ~Alles ist super, wir alle lebten glücklich bis an unser sehr spätes, sehr friedvolles Lebensende....~
Es gibt viel am Spiel zu lieben, das kann ich wirklich nicht abstreiten. Sogar heiß und innig! Aber insgesamt haben mir zwei essenzielle Emotionen aus irgendeinem Grund ein wenig gefehlt, was meine Begeisterung vor allem im Mittelteil schon recht gemindert hat. Aber beginnen wir von vorn.
Abonnieren
Posts (Atom)


