Die zweite Verhandlung in "Turnabout Goodbyes" war die erste im gesamten Spiel, die mich teilweise so ein bisschen geärgert hat. Sie war eigentlich recht kurz, aber ich konnte der Logik da nicht immer ganz folgen. Wie erwartet wurde ja der Alte aus dem Bootshaus in den Zeugenstand gerufen und es fing schon mal damit an, dass er sich nicht an seinen Namen erinnerte, was der Richter auch noch durchgehen ließ. Natürlich. Die Identität eines Zeugen bleibt einfach ungeklärt, seems legit.Das alleine wäre aber noch nicht so ärgerlich gewesen, wenn die Aussage des Kerls nicht für so wichtig erklärt worden wäre. Im Prinzip konnte er nur erzählen, was wir schon halbwegs wussten - er hatte nach dem Mord den Zurückkehrenden vom Boot an seinem Fenster vorbei laufen sehen, der sich natürlich als Miles Edgeworth herausstellte. Mal davon abgesehen, dass ich es schon eher unlogisch fand, dass der Bootstyp dafür für ausreichend zurechnungsfähig erklärt wurde: Für mich persönlich änderte diese Tatsache überhaupt nichts. Wir wussten doch schon, dass Edgey auf dem Tatort-Boot gewesen war. Aber der bekloppte Richter erklärte unseren Staatsanwalt mit tatkräftiger Unterstützung von Manfred von Karma einfach mal für schuldig.
Noch am Vortag waren die Fakten fast genau dieselben gewesen und die Sache mit der linken und rechten Hand hatte die Verhandlung vertagen lassen. Nun war das aber plötzlich kein Argument mehr ("Edgeworth hat bestimmt seine Fingerabdrücke abgewischt und stattdessen mit der anderen Hand drauf rumgetatscht." Hä? Warum sollte er das tun?) und die Aussage eines offensichtlich geistig eingeschränkten Kerls für voll genommen, der ja den Täter nicht einmal bei der Tat gesehen hatte. Prinzipiell war da bloß Edgey, der an einem Fenster vorbeigelatscht war. Das Beste daran war auch, dass von Karma meinte, es gäbe keinen Grund das irgendwie anzuzweifeln, schließlich war der Typ ein Zeuge und seine Aussagen sollten für wahr angenommen werden. Was war das überhaupt für ein dämliches Argument?



