Es ist wieder die obligatorische Listen-Zeit! \o/ Während ein allgemeiner Jahresrückblick mit langweiligen Zahlen und Gelaber über Zielsetzungen in diesem Blog erst etwas später kommen wird, gibt es jetzt erst einmal die Krönung zu meinem Spiel des Jahres.
Ich bin ja nie up to date, weshalb die meisten Kandidaten hier schon seit Urzeiten existieren, aber da ich sie dieses Jahr gespielt habe, sind sie meine Top Titel für 2012. Natürlich fließen hier nur die Spiele mit ein, die ich auch durchgespielt habe, was mich auf eine stolze Anzahl von 19 Auserwählten bringt (20, falls ich LEGO Harry Potter noch dieses Jahr schaffe, aber das ändert dann nichts an den Platzierungen).
Wie auch immer, hier kommt meine Liste zu den besten Spielen, die ich dieses Jahr gespielt habe:
Vorsicht: Dieser Blog enthält viele Spoiler zu Videospielen, die nicht explizit gekennzeichnet werden!
Dienstag, 18. Dezember 2012
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Blue Dragon #4 - Die Würfel sind gefallen
Die typische Spielphase in RPGs, in denen man kurz vor dem letzten Dungeon noch einige Sidequests erledigen kann, empfinde ich meist als eher anstrengend. Getan werden muss es dennoch, da ich meistens die EXP und Gegenstände aus diesen optionalen Sachen brauche, um dem Endgegner entgegen treten zu können.
In Blue Dragon habe ich die Zeit vor allem dazu genutzt, meinen Charakteren noch weitere Jobklassen und die damit verbundenen Fähigkeiten beibringen zu können. Zwar sollte das Spiel eigentlich locker auch mit den grundsätzlichen Klassen schaffbar sein, aber man kann sich das Abenteurerleben so noch um einiges angenehmer gestalten. So hatte ich am Ende eine ziemlich fähige Party - Zola und Manomaru konnten beide doppelte, aufgeladene (also stärkere und mit ein wenig Glück auch auf alle Gegner abzielende) Angriffe machen und konterten ausnahmslos jeden Schlag, den sie abbekamen. Giro konnte einmal wieder auferstehen, während Klug die nützliche Fähigkeit "Feldbarriere" lernte, mit der man in Gegner einfach reinlaufen konnte, um sie auf einen Schlag zu besiegen (funktioniert aber nur bei schon mal besiegten Zwischengegnern und natürlich nicht bei Bossgegnern oder so). Alle Charaktere hatten außerdem die Klasse "Alleskönner" so weit gemeistert, dass sie einige Accessoires tragen konnten, damit auch die Statuswerte ordentliche Höhen erreichten.
Was mich hierbei ziemlich geärgert hat war die dumme "999 HP"-Grenze, die es in Blue Dragon gibt. Die Charaktere können ihre Lebenspunkte nicht über 999 bringen, und das empfinde ich als ziemlich bescheuert. Zwar braucht man am Ende dann auch nicht mehr, aber ich mag es nicht, solche Grenzen auferlegt zu bekommen, vor allem wenn ich weiß, dass jemand wie Shu zum Beispiel schon mit Level 50 jenseits der 1000 gewesen wäre. Das ist auch der Grund, warum ich ein paar Sidequests nicht gemacht habe - ich habe keine Lust gegen einen Boss anzutreten, der mehr als 1000 HP Schaden zufügen kann. Mit ausgeklügelten Klassen-Kombinationen kann man hier natürlich dafür sorgen, dass ein Charakter daran nicht gleich stirbt, aber nur für einen optionalen Kampf trainiere ich meinen Leuten doch nicht fünf verschiedene Jobs an. Ich weiß, dass es diese speziellen Bossgegner in jedem RPG gibt - also die, gegen die man eine ausgeklügelte Taktik vorweisen und/oder sehr lange Grindingsessions einlegen muss. Aber gerade eine klare Einschränkung bezüglich der Höhe der HP (eben weil man locker darüber hinaus kommen würde) finde ich in dem Fall unsinnig und raubt mir jede Motivation, meine Charaktere zu trainieren.
In Blue Dragon habe ich die Zeit vor allem dazu genutzt, meinen Charakteren noch weitere Jobklassen und die damit verbundenen Fähigkeiten beibringen zu können. Zwar sollte das Spiel eigentlich locker auch mit den grundsätzlichen Klassen schaffbar sein, aber man kann sich das Abenteurerleben so noch um einiges angenehmer gestalten. So hatte ich am Ende eine ziemlich fähige Party - Zola und Manomaru konnten beide doppelte, aufgeladene (also stärkere und mit ein wenig Glück auch auf alle Gegner abzielende) Angriffe machen und konterten ausnahmslos jeden Schlag, den sie abbekamen. Giro konnte einmal wieder auferstehen, während Klug die nützliche Fähigkeit "Feldbarriere" lernte, mit der man in Gegner einfach reinlaufen konnte, um sie auf einen Schlag zu besiegen (funktioniert aber nur bei schon mal besiegten Zwischengegnern und natürlich nicht bei Bossgegnern oder so). Alle Charaktere hatten außerdem die Klasse "Alleskönner" so weit gemeistert, dass sie einige Accessoires tragen konnten, damit auch die Statuswerte ordentliche Höhen erreichten.Was mich hierbei ziemlich geärgert hat war die dumme "999 HP"-Grenze, die es in Blue Dragon gibt. Die Charaktere können ihre Lebenspunkte nicht über 999 bringen, und das empfinde ich als ziemlich bescheuert. Zwar braucht man am Ende dann auch nicht mehr, aber ich mag es nicht, solche Grenzen auferlegt zu bekommen, vor allem wenn ich weiß, dass jemand wie Shu zum Beispiel schon mit Level 50 jenseits der 1000 gewesen wäre. Das ist auch der Grund, warum ich ein paar Sidequests nicht gemacht habe - ich habe keine Lust gegen einen Boss anzutreten, der mehr als 1000 HP Schaden zufügen kann. Mit ausgeklügelten Klassen-Kombinationen kann man hier natürlich dafür sorgen, dass ein Charakter daran nicht gleich stirbt, aber nur für einen optionalen Kampf trainiere ich meinen Leuten doch nicht fünf verschiedene Jobs an. Ich weiß, dass es diese speziellen Bossgegner in jedem RPG gibt - also die, gegen die man eine ausgeklügelte Taktik vorweisen und/oder sehr lange Grindingsessions einlegen muss. Aber gerade eine klare Einschränkung bezüglich der Höhe der HP (eben weil man locker darüber hinaus kommen würde) finde ich in dem Fall unsinnig und raubt mir jede Motivation, meine Charaktere zu trainieren.
Mittwoch, 21. November 2012
Saga Frontier II #8 - Cordelia
Es gibt meiner Meinung nach zwei Gründe, warum Cordelia in Saga Frontier II so gut wie immer überlebt und man deshalb dazu auch absolut keine Videos oder Bildmaterial findet.
Die Leute, die nicht wissen, dass Cordelia sterben kann, werden es während ihrem eigenen Spieldurchgang wohl oft auch erfahren - aus dem simplen Grund, dass dieses "Event" sehr leicht zu verpassen ist. Da man die Szenarios im Spiel nicht in chronologischer Reihenfolge spielen muss, kann man sich die "Chance" auf Cordelias Tod ziemlich leicht verbauen: Spielt man ein Szenario, das zeitlich nach ihrem möglichen Tod spielt, zuerst, dann kann man sie für diese eine spezielle Mission nicht auswählen (einfach weil es doch komplett unlogisch wäre, dass sie stirbt wo man sie aber chronologisch gesehen später in der Party hatte). Bei meinem Spieldurchgang ist genau das passiert und ich war glücklich darüber. Was mich zum zweiten Grund bringt.
Die Leute, die wissen, dass Cordelia sterben kann, wollen es meist nicht. Cordelia begleitet den Hauptcharakter Will fast von Anfang an und kämpft lange an seiner Seite. Ihre Gefühle ihm gegenüber werden dem aufmerksamen Spieler nicht entgehen, ohne dass es irgendwie nervig oder aufdringlich werden würde. Sie ist einfach eine treue Gefährtin, die durch die vielen Szenarios, in denen sie vorkommt, auch zu einer geschätzten Kämpferin in der Party wird. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand sie nicht leiden kann, und selbst wenn dann gibt es ja nur eine Alternative, wer bei Cordelias Tod Wills Ehefrau wird - Lavelle ist hierbei eindeutig die unbeliebtere Wahl, da sie im Spielverlauf sehr wenig vorkommt und aussieht als wäre sie ein alter Mann im Matrosenkostüm. Okay, Letzteres war nicht besonders objektiv von mir. ;0
Die Leute, die nicht wissen, dass Cordelia sterben kann, werden es während ihrem eigenen Spieldurchgang wohl oft auch erfahren - aus dem simplen Grund, dass dieses "Event" sehr leicht zu verpassen ist. Da man die Szenarios im Spiel nicht in chronologischer Reihenfolge spielen muss, kann man sich die "Chance" auf Cordelias Tod ziemlich leicht verbauen: Spielt man ein Szenario, das zeitlich nach ihrem möglichen Tod spielt, zuerst, dann kann man sie für diese eine spezielle Mission nicht auswählen (einfach weil es doch komplett unlogisch wäre, dass sie stirbt wo man sie aber chronologisch gesehen später in der Party hatte). Bei meinem Spieldurchgang ist genau das passiert und ich war glücklich darüber. Was mich zum zweiten Grund bringt.
Die Leute, die wissen, dass Cordelia sterben kann, wollen es meist nicht. Cordelia begleitet den Hauptcharakter Will fast von Anfang an und kämpft lange an seiner Seite. Ihre Gefühle ihm gegenüber werden dem aufmerksamen Spieler nicht entgehen, ohne dass es irgendwie nervig oder aufdringlich werden würde. Sie ist einfach eine treue Gefährtin, die durch die vielen Szenarios, in denen sie vorkommt, auch zu einer geschätzten Kämpferin in der Party wird. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand sie nicht leiden kann, und selbst wenn dann gibt es ja nur eine Alternative, wer bei Cordelias Tod Wills Ehefrau wird - Lavelle ist hierbei eindeutig die unbeliebtere Wahl, da sie im Spielverlauf sehr wenig vorkommt und aussieht als wäre sie ein alter Mann im Matrosenkostüm. Okay, Letzteres war nicht besonders objektiv von mir. ;0
Dienstag, 20. November 2012
Saga Frontier II #7 - EGGsecution
Ich spiele RPGs im ersten Durchgang eigentlich immer ohne Guide, weil es einfach mehr Spaß macht, die Dinge selbst zu entdecken und man sich mit sowas schon auch mal spoilern kann. Geht ein Spiel allerdings dem Ende entgegen, fange ich an, mich über den Endboss zu informieren, bzw. über den Kampf an sich - wer oder was mich da genau erwartet muss ich nicht wissen, sondern bloß, wie stark meine Party dafür sein sollte.
Gerade in Saga Frontier II war diese Taktik nicht besonders klug. :D Wie ich bestimmt in meinen bisherigen Einträgen über das Spiel schon mal erwähnt habe, bekommt man die finale Party erst sehr kurz vor dem letzten Dungeon und muss die erst mal ziemlich hart trainieren. Blöd nur, wenn man nicht realisiert, dass man nirgends anders mehr hinkommt, sobald man diesen Dungeon betreten hat. Man kann zwar rein theoretisch auf die Weltkarte zurück, aber es gibt keine Möglichkeit etwas zu machen - keine Items kaufen, kein Inn besuchen, nichts.
Im letzten Beitrag über Saga Frontier 2 habe ich ja schon erklärt, wie das bei mir abgelaufen ist mit dem Training ohne Heilitems und den WP, SP, HP und LP. Das lief alles recht gut, und ich hatte mein Party gegen Ende immerhin auf 500 HP+ (Mythia hatte sogar 600 ;0), was in Bezug zum Anfang des Szenarios fast eine Verdoppelung darstellte. Allerdings hatte ich öfter mal übersehen, dass ich LP verloren hatte, was fatal hätte enden können. Ohne LP ist ein Charakter aus dem Spiel - er kann für den Rest des Dungeons nicht wiederbelebt werden. Das größte Problem dabei war aber, dass der Endgegner, also das E.G.G., Attacken beherrschen sollte, die einem LP abziehen - neben allerlei anderem fiesen Zeug.
Jede Quelle, auf der ich nachgeforscht habe hat mir genau dasselbe gesagt: Das E.G.G. ist einer der schwersten Bossgegner in der gesamten Rollenspiel-Geschichte. Und ich habe das geglaubt und kann das auch jetzt noch halbwegs nachvollziehen. Wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt, muss das Ei die Hölle sein.
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| Der letzte Boss sieht schon etwas gruselig aus |
Im letzten Beitrag über Saga Frontier 2 habe ich ja schon erklärt, wie das bei mir abgelaufen ist mit dem Training ohne Heilitems und den WP, SP, HP und LP. Das lief alles recht gut, und ich hatte mein Party gegen Ende immerhin auf 500 HP+ (Mythia hatte sogar 600 ;0), was in Bezug zum Anfang des Szenarios fast eine Verdoppelung darstellte. Allerdings hatte ich öfter mal übersehen, dass ich LP verloren hatte, was fatal hätte enden können. Ohne LP ist ein Charakter aus dem Spiel - er kann für den Rest des Dungeons nicht wiederbelebt werden. Das größte Problem dabei war aber, dass der Endgegner, also das E.G.G., Attacken beherrschen sollte, die einem LP abziehen - neben allerlei anderem fiesen Zeug.
Jede Quelle, auf der ich nachgeforscht habe hat mir genau dasselbe gesagt: Das E.G.G. ist einer der schwersten Bossgegner in der gesamten Rollenspiel-Geschichte. Und ich habe das geglaubt und kann das auch jetzt noch halbwegs nachvollziehen. Wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt, muss das Ei die Hölle sein.
Mittwoch, 14. November 2012
Blue Dragon #3 - Tiefgekühlt
Nach den prägenden Erlebnissen in Devour Village (oder eben Gierstadt, wie es auf Deutsch heißt) musste meine Party erst einmal sehr geschwächt durch den angrenzenden Wald laufen, um zurück auf die Weltkarte zu kommen. Wie im vorigen Eintrag erwähnt, konnte nur Shu seinen Schatten, und damit seine Magie, nutzen und das war teilweise ziemlich mühsam.
Ohne die anderen Schatten war ich auf ziemlich hohen Item-Gebrauch angewiesen, da die restlichen Charaktere weder ordentlich angreifen, noch irgendetwas anderes effektiv machen konnten. Und Shu kann ja keine Heilzauber, weil er bei mir nun mal Schwertkämpfer ist und die Sequenz, in der er Klug heilt, deshalb eine ganz üble Lüge darstellt. ;0
Aber genug des Vergangenen, es ging nach kurzer Zeit in ein Dörfchen namens Noluta. Auch dort hatte Nene in gewohnter Manier gewütet - die Bewohner konnten nicht mehr aus ihren Häusern, weil es so kalt war, dass sie draußen in großen Eiskristallen eingefroren wurden. Sie waren alle noch am Leben (und sogar ansprechbar), aber früher oder später wären sie zumindest verhungert. Schätze ich.
Aber was auch immer passiert wäre, es war bestimmt auch so schon nicht besonders angenehm.
Die Charaktere haben hierbei Menschen kennen gelernt, deren Situation im Großen und Ganzen ihrer eigenen ähnelten. Klug hat ein Mädchen getroffen, das auf seine Eltern wartete, die in Devour gewesen sein sollen. Sind wohl vom Baum dort gefressen worden, und da Klug ja auch seit einiger Zeit eine Waise ist, konnte sie sich damit besonders identifizieren, ihre eigene Situation reflektieren und so ihr Licht im Herzen entfachen.
Dies ist die Vorraussetzung dafür, die Schatten zurückkommen zu lassen. Später wurde erklärt, dass man dafür lernen muss, seine Wut und Trauer zu kontrollieren (was offensichtlich mit dieser "Reflektion" geschah), womit das Licht erweckt wird. Wo Licht ist, ist aber immer auch Schatten, und deshalb müsse man erst noch das Abbild seines Schattens besiegen, damit das Licht im Herzen ein vollkommen reines sein kann. Damit macht man sich dann eine große Macht, die Magie, zu eigen.
Ohne die anderen Schatten war ich auf ziemlich hohen Item-Gebrauch angewiesen, da die restlichen Charaktere weder ordentlich angreifen, noch irgendetwas anderes effektiv machen konnten. Und Shu kann ja keine Heilzauber, weil er bei mir nun mal Schwertkämpfer ist und die Sequenz, in der er Klug heilt, deshalb eine ganz üble Lüge darstellt. ;0
Aber genug des Vergangenen, es ging nach kurzer Zeit in ein Dörfchen namens Noluta. Auch dort hatte Nene in gewohnter Manier gewütet - die Bewohner konnten nicht mehr aus ihren Häusern, weil es so kalt war, dass sie draußen in großen Eiskristallen eingefroren wurden. Sie waren alle noch am Leben (und sogar ansprechbar), aber früher oder später wären sie zumindest verhungert. Schätze ich.
Aber was auch immer passiert wäre, es war bestimmt auch so schon nicht besonders angenehm.
Die Charaktere haben hierbei Menschen kennen gelernt, deren Situation im Großen und Ganzen ihrer eigenen ähnelten. Klug hat ein Mädchen getroffen, das auf seine Eltern wartete, die in Devour gewesen sein sollen. Sind wohl vom Baum dort gefressen worden, und da Klug ja auch seit einiger Zeit eine Waise ist, konnte sie sich damit besonders identifizieren, ihre eigene Situation reflektieren und so ihr Licht im Herzen entfachen.
Dies ist die Vorraussetzung dafür, die Schatten zurückkommen zu lassen. Später wurde erklärt, dass man dafür lernen muss, seine Wut und Trauer zu kontrollieren (was offensichtlich mit dieser "Reflektion" geschah), womit das Licht erweckt wird. Wo Licht ist, ist aber immer auch Schatten, und deshalb müsse man erst noch das Abbild seines Schattens besiegen, damit das Licht im Herzen ein vollkommen reines sein kann. Damit macht man sich dann eine große Macht, die Magie, zu eigen.
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