2024 ist für mich wirklich das Jahr, in dem ich quasi alle möglichen Reihen zum allerersten Mal erlebe. Und bisher wurde ich irgendwie noch nie enttäuscht. So auch bei meinem ersten Atelier Spiel.
Anfang des Jahres habe ich in einer Woche, in der ich sehr krank war, schon Atelier Sophie komplett als Let's Play geguckt und habe dabei schon gemerkt, dass mich der Gameplay-Loop vermutlich auch motivieren würde. Allerdings konnte ich gleichzeitig nicht einschätzen, ob sich das auch für so eine lange Spieldauer halten können würde - aber ich hatte Atelier Rorona sowieso schon einige Zeit in meinem Backlog und es war dann wirklich nur eine Frage der Zeit, bis ich das herausfinden würde.
Natürlich habe ich im Vorhinein wegen dem Zeitlimit gezweifelt (das Sophie ja nicht hatte), und auch weil ich nicht die aufpolierte Version, sondern die ursprüngliche ohne Komfort für Playstation 3 hatte. Aber vielleicht ist das der Effekt des "Neuen", ich bin ja ein Atelier ohne Zeitlimit oder ohne irgendwelche fancy Extra-Items gar nicht gewohnt, weil ich gar keines kenne. Also wusste ich auch nicht so genau, was ich "verpasse" - gleichzeitig war ich rundum zufrieden mit dem, was ich bekommen habe.
Soweit ich das verstehe, folgen die Atelier-Spiele nach Rorona alle einem ziemlich ähnlichen Schema. Sie unterscheiden sich natürlich in vielen Details, aber grundsätzlich steht wohl die Alchemie mehr im Vordergrund als die RPG-Elemente oder gar eine interessante Story. Es geht mehr darum, die eigene Zeit und den Fortschritt zu managen, und dabei kleine und große Dinge mit den relevanten Charakteren zu erleben. Das ist eigentlich sehr schön, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es ermüdend sein kann, wenn man viele solche Teile der Serie gespielt hat.
Vorsicht: Dieser Blog enthält viele Spoiler zu Videospielen, die nicht explizit gekennzeichnet werden!
Sonntag, 21. Juli 2024
Dienstag, 16. Juli 2024
start;again
Death Game?? Death Game!!
Okay gut, sagen wir eher Escape Room Game – das einzige Spielziel ist eigentlich, in einer bestimmten Zeit die Flucht zu schaffen. Dabei werden die vier gefangenen Charaktere nie wirklich dazu gezwungen, etwas Ungewöhnliches zu machen oder gegeneinander vorzugehen, die vorhandenen Rätsel und Puzzles beziehen sich meistens nur darauf, dass Türen sich öffnen.
Obwohl es vier Hauptrouten gibt, ist start;again ein sehr kurzes Spiel – es gibt keine lange Einführung oder Exposition (nicht einmal das Escape Game an sich wird in mehr als einem Satz verkündet), und man weiß als Spieler eigentlich überhaupt nichts über irgendetwas. Trotzdem stört das irgendwie nicht, weil einem die einzelnen Personen alleine durch ihr Verhalten und ihre Dialoge recht schnell vertraut werden, und plötzlich ist man mitten drinnen und merkt, dass man Anteil nimmt.
Freitag, 12. Juli 2024
Grim Fandango Remastered
Grim Fandango ist, solange ich denken kann, das Adventure Game, das ich auf jeden Fall einmal gespielt haben wollte. Angefangen hat das bereits, als es das Remaster noch gar nicht gab, und dementsprechend gehypted war ich auch, als es angekündigt wurde. Aber auch das ist inzwischen viele Jahre her, und erst jetzt bin ich dazu gekommen, mir das Spiel endlich anzusehen.
Aber wie es bei mir immer mit diesen „Bildungslücken“ ist, sind die Erwartungen höher als das Erlebnis. Also, ich erkenne durchaus an, dass Grim Fandango sehr einzigartig, kreativ und unterhaltsam ist, aber das heißt trotzdem nicht, dass es mir jetzt besonders viel Spaß gemacht hätte.
Donnerstag, 27. Juni 2024
Beacon Pines
Als ich damals 2021 Beacon Pines auf Kickstarter gesehen und unterstützt habe, dachte ich: "Ooooh, wie niedlich. Die anthropomorphen Tierkinder müssen ein kleines Mysterium in ihrem hübschen Dorf lösen - das wird sicher ein nettes, kleines Spiel."
All das hat sich schon als wahr herausgestellt, aber, äh...
Beacon Pines ist niedlich, aber auch dramatisch und grausam. Es gibt ein Mysterium, das das gesamte Dorf betrifft, aber es ist nicht klein. Und das Gesamtpaket als nettes, kleines Spiel zu bezeichnen ist fast schon ein Frevel. Es fühlt sich trotz einer überschaubaren Länge nicht klein an. Und trotz des beschränkten Schauplatzes lebt dieses Dorf mit seinen unzähligen Charakteren. Auch die Geschichte ist so dicht, dass man oft die vielen Hinweise in bestimmte Richtungen vergisst, aber auf genau die richtige Art und Weise, um die vielen Twists nicht vorauszusehen, während sie einem trotzdem logisch und bereits sinnvoll angedeutet vorkommen.
Natürlich ist und bleibt Beacon Pines ein Indie Game, aber man kann das schon auch mal zwischendurch vergessen. Auch die allgemeine Qualität an sich ist extrem gut, ich habe keinen einzigen Bug oder technischen Stolperer bemerkt - nicht einmal einen einzigen, kleinen Rechtschreibfehler! Und die Grafik ist natürlich auch echt erste Sahne.
Dienstag, 25. Juni 2024
Pokémon Soul Silver
Disclaimer: Es handelt sich weder um ein Review, noch um einen Erfahrungsbericht, sondern eigentlich nur um ein kurzes (unzufriedenes) Statement.
Es ist ungefähr 108 Jahre her, dass ich Pokémon Gold gespielt habe. Damals war ich restlos begeistert, nach wie vor bezeichne ich das als mein Lieblings Pokémon-Spiel und ich wollte natürlich unbedingt eines der Remakes spielen. Das hat sich dann allerdings als der anstrengendste Drag aller Zeiten für mich herausgestellt, und ich weiß nicht genau warum. Vielleicht liegt es an der Tatsache, dass ich nur Pokémon im Team haben wollte, die ich noch niemals hatte, und die verbliebene Auswahl in der Generation aber zumindest in Johto schon arg beschränkt war. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Level der Gegner relativ oft in die Höhe schossen, während man selbst nur langsam aufsteigt, weil die wilden Pokémon im Gras ungefähr 15 Level unter allem anderen sind. Oder vielleicht war bei mir auch einfach nicht die Zeit für nostalgische Sammelfreude.
Ich bin ehrlich, ich glaube ich war einfach nur zu faul und unmotiviert, um wirklich viel Aufwand in das Spiel zu stecken. Denn zu den Zeiten, in denen ich in Kämpfen wenig Probleme hatte, hatte ich echt Spaß! Aber wehe ich hatte das Gefühl, hinterher zu hinken - da habe ich den DS dann gleich mal tagelang nicht angefasst, weil ich eigentlich grinden hätte sollen, worauf ich weniger Lust hatte als je zuvor.
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