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Montag, 6. April 2026
Master Detective Archives: Raincode
Ooh Master Detective Archives Raincode, oder wenn wir den Titel etwas abkürzen wollen: Perverses Snoozefest 3000. Die Zahl hat keine Bedeutung, es klingt nur ohne sie nicht so fetzig.
Ja, also das war ja wohl mal irgendwie nix. Okay, das stimmt nicht ganz, es gibt einige Elemente im Spiel, die im Vergleich zu Danganronpa (von dem Snoozefest ja so irgendwie ein spritueller Nachfolger ist) merklich verbessert und aufpoliert wurden. Die Minispiele mag ich zum Beispiel deutlich lieber und finde die "Mystery Labyrinths" abwechslungsreicher als die Verhandlungen in den Vorgängern. Ich war auch grundsätzlich positiv überrascht über die Sidequests, die man auf der begehbaren Stadtmap finden kann - und eigentlich auch über die Map an sich, die sich nach und nach öffnet und sehr cool designed wurde (auch wenn sie insgesamt kaum Interaktivität bietet). Die Menge der Charaktere, mit denen man auch tatsächlich Zeit verbringt, ist sehr überschaubar, was der Geschichte die Möglichkeit bietet, sie mehr ins Rampenlicht zu rücken. Es ist auch erfrischend, dass man über den Großteil des Spielverlaufs davon ausgehen kann, dass Sie einem kein Messer in den Rücken stechen, da die Antagonisten von Anfang an klar und nicht Teil der Gruppe sind. All diese Dinge machen Snoozefest aber noch zu keinem spaßigen Spiel, sondern halten es damit gerade noch so über Wasser, damit man es nicht komplett aufgibt.
Ich kann gar nicht bestreiten, dass es durchaus mit Hingabe gemacht wurde, aber anscheinend auch für ein extrem begriffsstutziges, ermittlungsschwaches Publikum – und das ist sicherlich der Hauptgrund meiner Langeweile. Über die anstrengenden, perversen und mysogynen Sprüche/Cutscenes kann man schließlich auch mit der R-Taste skippen.
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