Mittwoch, 24. Juni 2020

The Night of the Rabbit


Bei The Night of the Rabbit handelt es sich um eines der vielen Point & Click Adventures von Daedalic, die für das Genre ja bekannt sind. Daher gehe ich davon aus, dass man zumindest eine gewisse Qualität erwarten kann, auch wenn sicher nicht alles jedermanns Geschmack ist.
Im Fall von diesem Spiel sind es vor allem die niedliche Welt und die liebevoll detailreiche Geschichte, welche mich überzeugen konnten. Zwar musste ich mich erst ein bisschen an den allgemeinen Ton gewöhnen – anfangs wirkt alles schon sehr stark wie für Kinder gemacht – aber nach kurzer Zeit fühlte ich mich genau dadurch irgendwie schnell wohl, außerdem wird alles gegen Ende hin auch zunehmend immer ernster.
Beim Gameplay schwächelt das Spiel hingegen, beziehungsweise eigentlich größtenteils einfach bei der Nachvollziehbarkeit der Rätsel. So kommt es im Endeffekt wohl darauf an, wie sehr man sich auf die Welt einlassen kann und wie viel Wert man auf eigenständige Spielweise legt – aber insgesamt würde ich trotzdem sagen, dass The Night of the Rabbit auf jeden Fall ein Adventure ist, das ich auf eine gewisse Art und Weise auch genießen konnte. Also prinzipiell wirklich genau das, was ich von Daedalic erwartet habe: Nichts Perfektes, aber zumindest ein gewisses Maß an guter Qualität. 

Mittwoch, 17. Juni 2020

DIE LISTE

Ich habe mich vor kurzem vor die scheinbar fast unmögliche Aufgabe gesetzt, alle meine bisher gespielten Spiele in eine feste Reihenfolge zu bringen, genannt DIE LISTE. ;0 Natürlich gibt es hier oft so feine Nuancen und verfälschende Emotionen (Nostalgie, besser in Erinnerung da noch nicht so lange her,…), dass so eine Liste ständig im Wandel ist. Aber zumindest die ersten und die letzten paar Plätze sind dann doch recht aussagekräftig, und die ungefähre Einordnung allgemein stimmt ja auch.
Ich habe jedenfalls 224 Spiele in eine Reihenfolge gebracht und lediglich 7 weitere Spiele in meinem Besitz davon ausgenommen. Diese Titel sind entweder so endlose Dinge, die ich einfach nicht gut genug kenne um sie zu bewerten (FIFA Manager 2010), oder solche, die man hauptsächlich im Multiplayer spielt und die ich nicht mit allem anderen vergleichen kann (zum Beispiel League of Legends). Und The World Ends With You ist auch noch nicht drinnen, weil das noch zu kurz her ist, um es richtig einordnen zu können, da sich Eindrücke über die Zeit ja noch ein wenig verschieben können.

Samstag, 6. Juni 2020

The World Ends With You - Final Remix

The World Ends With You erschien schon im Jahr 2007 erstmals für den Nintendo DS. Ich habe mir das damals sogar relativ zeitnahe nach dem europäischen Release gekauft, aber es gab bei mir ja mal diesen Vorfall, bei dem alle meine PSP und NDS Spiele bei einem Umzug verschwunden sind. Darunter war eben auch dieses RPG, und es war – wie übrigens irgendwie viele RPGS auf dem DS – wohl nicht in besonders hoher Auflage vorhanden. Als ich nämlich irgendwann später zumindest das Wichtigste nachkaufen wollte, haben mich horrende Preise davon angehalten. Und so geriet auch dieses Spiel ein bisschen in Vergessenheit – nicht nur bei mir, sondern irgendwie überall -, obwohl es zumindest damals einen recht guten Ruf hatte. Ich habe mich daher kaum mit der neuen Version für die Switch beschäftigt, bis ein Bekannter seine Switch-Sammlung verkauft hat und eben dieser Titel dabei war. Ich habe hauptsächlich wegen einem anderen Spiel zugeschlagen (Raging Loop), aber dachte halt „nimmst du das eben auch noch mit“.Und meine Güte, Gott sei Dank habe ich das getan. The World Ends With You ist eines der besten RPGs, die ich bisher gespielt habe, und die Gründe dafür sind zahlreich.

Dienstag, 12. Mai 2020

Neverwinter Nights

Das erste West-RPG das ich je gespielt habe war ja Neverwinter Nights 2. Danach folgte noch die Erweiterung Mask of the Betrayer, und das wars dann auch schon an meinen Erfahrungen mit dem Genre. Diese waren damals aber ziemlich einzigartig für mich, und es ist für niemanden meiner Freunde ein Geheimnis, wie sehr ich diese beiden Kampagnen geliebt habe.
Es war also nur natürliches Interesse, dass ich auch in den Vorgänger hineinschauen wollte, auch wenn ich bereits gehört hatte, dass dieser… anders sein soll. Also, vor allem in Bezug auf die Begleiter und die Party allgemein, was ja schon so ziemlich die Hauptmotivation im zweiten Teil für mich war. Aber ich dachte auch, so lange ich in einer weitschichtigen Story viele Entscheidungen treffen kann und das Kampfsystem Spaß macht würde das schon hinhauen. Ich wollte einfach unbedingt sehen wo eines meiner absoluten Lieblingsspiele seine Wurzeln hatte.
Und ich kann schon mal vorwegnehmen, dass ich größtenteils eine ziemlich gute Zeit hatte, das aber vermutlich schon auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich nicht viele West RPGs kenne und selbst gespielt habe. Weil eigentlich hat Neverwinter Nights ziemlich viele Schwächen, auch wenn es für die damalige Zeit anscheinend relativ bahnbrechend war. Aber das war eher in Bezug auf die sehr auf einen Spieler fokussierte Welt, die eher für Multiplayer-Action konzipiert war (weshalb man nur einen NPC Begleiter wählen kann), und auch für zahlreiche Modifikationen von Spielern selbst. Dazu muss ich auch sagen, dass ich die ursprüngliche Version gespielt habe, die damals 2002 erschienen ist und auf GOG erwerbbar war – als ich das gekauft habe gab es noch keine Enhanced Edition. 
Außerdem Achtung: Es hat irgendwie nicht funktioniert Screenshots zu machen, weshalb ich immer mal wieder meinen Bildschirm schlecht abfotografiert habe - ich bestehe aber darauf diese eigenen Bilder zu benutzen.^^" 

Mittwoch, 6. Mai 2020

Moon Hunters


Arriving early or always too late, soon, but not soon enough, with eyes cast low. Shadows start to creep and we wait for the next hours to pass, for these hours to match.

Moon Hunters hat mich völlig verzaubert. Und das, obwohl es ein Action-Adventure/RPG-Mix ist, der schon einige Schwächen hat. Kleine Bugs, viele Wiederholungen und ein bisschen undurchsichtige Vorgänge im Hintergrund fallen mir da sofort ein. Aber dafür gibt es in Moon Hunters auch extrem viele Geheimnisse zu entdecken, Zusammenhänge zu finden und jeden Run zu einem einzigartigen zu machen.
Aber okay, worum geht es überhaupt? Und was genau macht man eigentlich?
Das Spiel ist voll von Mythologie und Geschichte. Grundsätzlich ist die Mondgöttin, die von den meisten Völkern der fiktiven Welt angebetet wird, eines Tages verschwunden. Der Mond geht Nachts nicht mehr auf, aber dafür erscheint der sogenannte Sonnenkult, der nach und nach alles in seinem Weg niederbrennt. Man spielt einen von insgesamt 7 Helden, von denen man anfangs aus vieren auswählen kann. Sie alle haben unterschiedliche Fähigkeiten. Da gibt es einen „Spellblade“ mit einem Nahkampfangriff, der bei wiederholter Ausführung einen kleinen Tornado beschwört, einem Stoß, der Gegner in einem kleinen Radius um einen herum wegstößt, und einen Dash. Der „Druide“ kann hingegen aus weiter Ferne Blätter verschießen, eine Wiese zum Verlangsamen der Gegner beschwören, und sich in einen Wolf verwandeln (jaja, Spellblade ist super lame gegen alle anderen). Für mich hatten alle Klassen, außer Spellblade, ihren Reiz und sie machen Spaß.