Montag, 18. Juni 2018

The Blackwell Deception [Blackwell Year #4]


Der vierte Teil der Blackwell Reihe hat mir zwei Dinge klar gemacht, durch die ich mir noch besser erklären kann, warum ich bestimmte Teile den anderen bevorzuge. Erstens: Ich mag die zusammenhanglosen Prologe nicht besonders. Also diese erste kurze Episode zum Einstieg, wo man relativ schnell einen Geist erlöst. Da kann noch so viel in die Luft gehen dabei, es interessiert mich einfach irgendwie nicht besonders. The Blackwell Deception hatte sowas, wodurch ich erst einmal wieder relativ gleichgültig bei der Sache war. Aber da gibt es ja noch Zweitens: Ich stehe voll drauf, wenn man gleichzeitig an mehreren bzw. zwei Geistern dran ist. Wenn ich mal bei einem Handlungsstrang nicht weiterkomme schaue ich halt zur anderen Geschichte und rätsle da ein wenig herum. Oft hilft mir das, auf neue Ideen zu kommen. Und irgendwie ist diese scheinbare "Freiheit" einfach angenehm. Blackwell Deception hatte auch das, und das war der Moment wo es für mich angefangen hat wirklich Spaß zu machen.

Sonntag, 10. Juni 2018

Reunion, and Turnabout [Phoenix Wright: Ace Attorney: Justice For All!]

In der zweiten Episode von Justice For All löst Phoenix Wright eigentlich keinen aktuellen Fall, sondern schildert wie das Wiedersehen mit Maya Fey zwei Monate vor Episode 1 von statten ging. Maya verließ Phoenix ja am Ende von Episode 4 im ersten Teil, um ihre Fähigkeiten als Spirit Medium zu verbessern - nun ist sie zurück und wir wollen schon wissen wie das ablief. Und ohne Drama geht das natürlich nicht.
Maya wurde erneut eines Mordes beschuldigt, und auch wenn es emotional gar kein Vergleich zum ersten Mal mit Mia als Mordopfer war, war hier eine persönliche Bindung natürlich gleich vorhanden. Das gefiel mir schon mal recht gut. Und auch wenn man hier natürlich von Anfang an wusste, dass wir diesen Fall (wie immer) gewinnen würden - immerhin war Maya in "The Lost Turnabout" offensichtlich nicht im Gefängnis - stellt man sich doch gleich zu Beginn die sehr große Frage, wie wir da wieder rauskommen wollten. Zwar lässt die Spannung relativ rasch nach, weil die ganze Sache meiner Meinung nach extrem einfach zu durchschauen ist, aber für den ersten "richtigen" Fall im Spiel war das alles durchaus gut gewählt.
Aber beginnen wir von vorne.

Montag, 30. April 2018

The Lost Turnabout [Phoenix Wright: Ace Attorney: Justice For All!]

Viele Jahre sind ins Land gezogen, seit ich mit Phoenix Wright fünf verzwickte und spannende Mordfälle lösen konnte. Genauer gesagt... mal sehen... vier Jah- VIER JAHRE? Ernsthaft?! xD Ist das echt so lange her? Nun, dann war es ja wirklich längst an der Zeit sich mit unserem liebsten Verteidiger erneut ins Geschehen zu stürzen, verrückte Charaktere (wieder) zu treffen, erbarmungslose Verhöre zu führen und dunkle Geheimnisse aufzudecken.
Damit auch der Spieler mit latenter Amnesie (oder ein Neueinsteiger) versteht worum es geht, verpasste eine finstere Gestalt Phoenix gleich mal einen Schlag auf den Kopf, damit er sich an so wenig wie möglich erinnern konnte. Also ja, der erste Fall ist wieder ein Tutorial. Ich hoffe sie lösen das im dritten Teil dann anders und Notfalls einfach losgelöst von der Story, weil ich das gleich zum Einstieg wieder als ziemlich hanebüchen empfand. Solche Logikschwächen habe ich schon am ersten Teil leicht kritisiert, und ich kann mir einfach in keinster Weise vorstellen, dass ein Anwalt nach einem Schlag auf den Kopf und nachfolgender Amnesie einfach die Klappe hält und seinen Job, von dem er vergessen hat, dass er ihn hat, antritt. Geht ja auch nur um ein Mordurteil. :0
Viel Neues zu erklären gab es auch nicht, lediglich die Möglichkeit nun auch Profile von Zeugen/Verdächtigen zu präsentieren, ist bisher hinzugekommen (und das hatte ich dann auch glatt mal komplett vergessen als es wichtig war xD). Aber gut, zum Aufwärmen nach vier - holy shit - Jahren hat es mir dann auch nicht geschadet.

Dienstag, 24. April 2018

The Blackwell Convergence [Blackwell Year #3]


In The Blackwell Convergence schlüpfen wir wieder zurück in die Rolle von Rosangela Blackwell, und seit ihrem Treffen mit Joey ist bereits etwas Zeit vergangen. Sie hatte also etwas Gelegenheit sich in ihre Rolle als Medium einzufinden und diese neue Aufgabe zu ihrem Alltag zu machen. Was gleich zu Beginn auffällt ist die verbesserte Grafik. Das Spiel sieht nicht mehr so altbacken aus und der Pixel-Look wurde richtig aufpoliert. Auch wenn ich auf Grafik jetzt nicht so viel wert lege hat es trotzdem schon rein deswegen irgendwie gleich mal etwas mehr Freude bereitet.
Ansonsten war ich aber erst mal gar nicht so investiert in alles. Das lag teilweise sicher auch an dem Gefühl, nicht so einen Bezug zu Rosa zu haben. Vielleicht weil man sie gar nicht so als Person kennen lernt, sondern mit ihr gemeinsam erst einmal in diese Medium-Sache einsteigt. Bei Lauren wusste man dann schon worum es geht und die Geschichte drehte sich sehr stark um ihre Empfindungen und Gedanken zu allem, während sie schon mitten drinnen war. Mal davon abgesehen, dass ich Lauten halt einfach gerne mag, war es auch einfach erzählerisch einfacher, Bezug zu ihr zu bekommen. Und dann hatte ich eben wieder die mir eher Fremde als Protagonistin.

Sonntag, 11. März 2018

Blackwell Unbound [Blackwell Year #2]


In Blackwell Unbound wird man nach dem Auftakt der Serie erst mal in die Vergangenheit zurück versetzt. Rosangela ist noch gar nicht auf der Welt und Joey ist an ihre Tante Lauren gebunden. Die beiden sind schon voll im "Business" - man spielt die zwei also zu einer Zeit, wo die ganze Geister-Sache bereits selbstverständlich ist und man bekommt ein Gefühl dafür, wie der Alltag so eines Mediums eigentlich aussieht. Und der ist nicht so rosig, um es gleich mal vorweg zu nehmen.
Für mich war diese Episode schon von vornherein sehr interessant, weil ich die ganze Lauren-Sache ja ohnehin im ersten Teil am spannensten fand. Während dem Spielen hat sich dann herausgestellt, dass die Reihe dadurch dramaturgisch für mich persönlich viel gewinnt. Auch wenn ich den dritten und die folgenden Teile noch nicht kenne, ist es schon mal ziemlich cool den Alltag zu sehen, der Rosangela vielleicht noch bevorsteht. Man konnte sich davor ja nicht so wirklich greifbar vorstellen, wie man als Medium so leben muss, und nun kann man sich angemessen Sorgen machen. ;D Und natürlich entsteht auch eine gewisse Bindung zu Lauren, die in allen Belangen eigentlich nur deprimierend ist, und damit gleichzeitig auch zu Joey, mit dem man zukünftig ja doch noch ein wenig mehr Zeit verbringen wird. Ich fand Blackwell Unbound jedenfalls richtig gut, auch wenn es leider wieder extrem kurz war.