Sonntag, 30. November 2025

Spiritfarer


Spiritfarer hatte für mich immer den Ruf, eine berührende Indieperle zu sein, ohne dass ich eigentlich wusste, was es genau für ein Spiel ist. Ich hatte schon mitbekommen, dass man sich irgendwie um die Bedürfnisse von tierhaften Spirits kümmert, um sie schließlich ins Jenseits zu überführen, aber das war für mich immer eher ein vernachlässigbares Detail. Ich dachte, die Geschichte alleine würde so große Emotionen erzeugen, dass der Rest schon irgendwie laufen würde. Eigentlich ist es aber genau umgekehrt. Das Gameplay nimmt definitiv den Hauptteil des Spiels ein, und wenn einen das motiviert, interessieren einen auch die Charaktere ein wenig mehr und es könnte die ein oder andere Bindung entstehen. Wenn man all das Ressourcen Management zu mühselig findet, was ich durchaus verstehen kann, können die Charaktere das Spiel aber wohl auch nicht mehr retten, denn man verbringt deutlich mehr Zeit damit, Holz, Erze, Zutaten etc. zu sammeln, als mit den Leuten zu plaudern, die man dabei hat.