Dienstag, 15. August 2023

Magical Vacation


Magical Vacation ist ein JRPG, das nur in Japan erschienen ist, aber einen ziemlich guten englischen Patch spendiert bekommen hat. Trotzdem ist es weitgehend ziemlich unbekannt, dabei wirkt es auf dem Papier eigentlich beinahe perfekt: Das Spiel hat herausstechende, wunderschöne Grafik, ein sehr interessantes Magie-System, das auf Elementen basiert, eine Party mit bis zu 6 Mitgliedern, sowie 15 Charaktere, aus denen man dafür wählen kann, viele Items zum Sammeln, ausrüsten und benutzen (Loot hat immer einen Wert) und Dungeons mit ihren ganz eigenen, kreativen Gimmicks.
Ich wollte Magical Vacation für all das wirklich lieben. Mein Herz weint. Denn ich habe es früh bereits als anstrengend empfunden, gegen Ende hin hätte ich aber eigentlich fast aufgegeben. Würde ich nicht alles durchspielen, und würde ich nicht einfach so dringend wollen, dass das Spiel seine Stärken entfalten kann, hätte ich es definitiv abgebrochen. Dabei hätte es doch so, so viel Positives!

Donnerstag, 20. Juli 2023

Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney


Ich habe vor vielen, vielen Jahren das erste Professor Layton Spiel gespielt - noch bevor ich auf der Backloggery angemeldet war und erst so richtig mit Videospielen losgelegt habe - und fand es ganz nett. Nicht so nett, dass ich die weiteren Teile auch ausprobieren wollte, aber durchaus okay. Deshalb war die Entscheidung, das Crossover mit Phoenix Wright, dessen dritten Teil ich bekanntlich ziemlich vergöttere, zu spielen, ziemlich naheliegend. So richtig vorgestellt habe ich mir aber nicht, wie das Ganze ablaufen soll, und komischerweise war ich dann ziemlich überrascht, wie gut alles ineinander greift.
Ich würde sagen, dass die Atmosphäre des ganzen Spiels deutlich mehr an die Layton Spiele erinnert, während sich das Gameplay von Ace Attorney dafür passender anfühlt. Sicher, Rätsel kann man überall hin platzieren, aber während diese eine Andernanderreihung von unterschiedlichen Puzzles sind, an denen sich Innovationen nicht wirklich feststellen lassen, hat man sich bei den Gerichtsverhandlungen schon echt so einiges überlegt.
Grafisch passt alles meiner Meinung nach nur so semi zusammen, aber ich bin halt auch kein Ace Attorney mit 3D-Einflüssen gewohnt. Bei den Charakteren ist es halt schon manchmal ein wenig seltsam, beide Welten zu mischen, da der Detailgrad der Personen ziemlich unterschiedlich sein kann. Alleine der Professor mit seinem Punkt-Gesicht wirkt neben jedem anderen mit richtigen... Augen ein wenig merkwürdig, vor allem weil es währenddessen Leute wie Gloria gibt, deren Outfit alleine dutzende verschiedene Eigenheiten aufweist. Stören tut das trotzdem nicht, die stimmige Welt, die mysteriösen Geheimnisse und die packende Geschichte täuschen über solche kleinen Schwächen leicht hinweg.

Mittwoch, 21. Juni 2023

The Raven Remastered


Ich hatte mal wieder Lust auf ein richtig schönes Adventure Game. Mit "The Raven Remastered", das eine verbesserte Version des 2013 erschienenen Spiels "The Raven - Legacy of a Masterthief" ist, habe ich zumindest eine nette Detektiv-Geschichte bekommen. Der "Adventure"-Anteil ist zwar definitiv da, aber die Rätsel sind ziemlich straightforward und oft recht simpel. Ich hatte aber das Gefühl, dass dies nicht unbedingt immer ein Mangel an Ideen gewesen wäre, sondern eher zu Gunsten des Plots so gestaltet wurde. Denn dramaturgisch gesehen war ich eigentlich sehr positiv überrascht von dem Ganzen. Inspiriert ist die Story definitiv von Agatha Christie-Romanen - immerhin spielt ein Teil des Spiels im Orient-Express, aber auch in einem Kreuzschiff Richtung Kairo, und schließlich auch dort. Außerdem ist der Protagonist ein älterer Herr, der zwar kein belgischer Detektiv, sondern ein schweizer Polizist ist, aber so ein bisschen ähnlich fühlt sich das Ganze schon an. Für mich aber in positivstem Sinn!

Donnerstag, 15. Juni 2023

Might and Magic: Clash of Heroes


Ich habe in jungen Jahren wirklich viel Heroes of Might and Magic gespielt, und wusste trotzdem bis vor ein, zwei Jahren nicht, dass in diesem Universum ein Spiel existiert, das auf taktische Match-3-Kämpfe und RPG-Mechaniken setzt. Clash of Heroes hat mit der Reihe spielerisch gesehen wirklich nicht viel gemeinsam, aber durch die vorkommenden Völker, bestimmte Kreaturen und vor allem die Musik fühlt sich alles trotzdem herrlich vertraut an. Auch die vorkommenden Helden kommen in HoMM V wieder vor, da dieses Spiel chronologisch tatsächlich einige Jahre vorher spielt. 
Das Gameplay hat auch totales Suchtpotenzial und erzeugt durch den Aufbau der Spielabschnitte dafür, dass man immer "nur noch den nächsten Kampf" ausprobieren will. Gleichzeitig hat das Spiel aber etwas an sich, das es nie wirklich über ein bestimmtes Mittelmaß hinaushebt - also die Gefechte machen Spaß, sind aber trotzdem irgendwie repetitiv und entwickeln sich vor allem (von ein paar Difficulty-Spikes abgesehen) auch nicht wirklich weiter. Man spielt insgesamt 5 Protagonisten im Lauf der Kampagne, und fängt dadurch immer wieder quasi neu von vorne an. Innerhalb dieser "Zyklen" werden die Gegner und auch die eigene Truppe schon stärker, und die einzelnen Völker haben alle ganz eigene Kniffe. Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt haben die Kreaturen und der Held das Höchstlevel erreicht, und den Feinden fällt auch nicht mehr viel Neues ein. 

Sonntag, 4. Juni 2023

LISA


Wenn man es ganz genau nimmt, besteht LISA eigentlich aus drei Spielen: The First, The Painful und The Joyful. Sie alle wurden mit dem RPG Maker erstellt, überzeugen aber mit eigenen Grafiken und Sounds. The First ist allerdings nicht nur gratis, sondern auch sehr kurz und hat keine RPG-Elemente, und The Joyful ist ein DLC zum Hauptspiel, also sind sie eng miteinander verbunden - und meiner Meinung nach sollte man auch keines davon komplett auslassen. Nichts desto trotz werde ich alle drei voneinander getrennt betrachten, denn das macht für mich aufgrund der großen Unterschiede am meisten Sinn.
Ich habe The First als Youtube Video geschaut, weil es eben so kurz ist und mir außerdem wahrscheinlich ein bisschen zu creepy wäre. Es ist eher dem Puzzle-Horror Genre zuzuordnen, denn man sammelt dort hauptsächlich Items, um voranzukommen - und zwar durch eine ekelhafte, psychedelische Welt, die für einen normalen Verstand keinen Sinn ergibt.
Es kristallisiert sich heraus, dass das Mädchen, das man spielt (und das sich natürlich viel später als "Lisa" herausstellen wird), einfach vor ihrem missbräuchlichen Vater fliehen will, der sie aber nicht entkommen lässt. Das verstörende Setting stellt eigentlich die Psyche des Mädchens dar, und die Flucht endet nicht mit dem erwünschten Ergebnis.