Sonntag, 11. November 2012

Blue Dragon #2 - Der offensichtliche Held

Der Held bekommt am Ende das Mädchen. In JRPGs ist das in der Regel so, und meist stört mich das auch gar nicht. Das wird oft durch die Geschichte schon so offensichtlich vorbereitet, dass man sich einfach an den Gedanken gewöhnt, außerdem habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die beiden Hauptcharaktere irgendwie zusammen passen. Wenn ich ihn nicht so mag, mag ich sie meistens auch nicht  und dann können die von mir aus machen was sie wollen. Oder ich mag beide, was dann ohnehin kein Problem darstellt.
Also Blue Dragon, was tust du mir da an?
Ich hab ja im letzten Beitrag über das Spiel schon erwähnt, das Shus Gefühle für Klug plötzlich aus dem Nirgendwo kamen, nachdem erst einmal kräftig darauf rumgeritten wurde, dass Giro sie gern hat. Ich wurde also quasi auf das Pärchen Giro+Klug vorbereitet, aber ab der Hälfte fiel den Entwicklern plötzlich ein, dass das so ja gar nicht geht und der Hauptcharakter natürlich nicht leer ausgehen kann. Er ist schließlich ein wahrer Held, was mir bei den letzten Ereignissen im Spiel auf die unsubtilste Weise vermittelt wurde, die ich in letzter Zeit gesehen habe.

Wir waren also auf dem Weg zu Nene, um Klug zu retten. Das erste, was bei der ganzen Aktion gezeigt wurde, war die Unfähigkeit von Giro, Zauber zu wirken. o.O Er wollte Klug, die von Nene irgendwo runtergeschubst wurde, mit einem Windzauber (oder so) auffangen, aber er hat sie voller Panik irgendwie noch weiter weggeschleudert. Natürlich. Der Giro, der in Angesicht aller Gefahren bisher immer vollkommen ruhig blieb, jedes Mal die vernünftigsten Entscheidungen traf und Klug am Anfang des Abenteuers heilen konnte, verkackt diese wichtige Sache. Klar.
Nur ein heldenhafter Sprung von Shu konnte Klug in sichere Bahnen zurücklenken und gemeinsam mit Giros Hilfe landeten die beiden dann sanft auf dem Boden. Ich wollte da sehr gerne jemanden verprügeln, allerdings wusste ich ja noch nicht, was noch kommen würde.
Erst einmal kam der furchtbarste Dungeon aller Zeiten, nämlich Nenens Festung mit einem Zeitlimit. D: Okay, also Klug hat ein Halsband angelegt bekommen, dass nach einer Stunde explodieren sollte, wenn die Truppe es nicht schaffen würde, Nene bis dahin zu erreichen. Ich hasse Zeitlimits so dermaßen. Am Ende hatte ich zwar locker noch so 15 Minuten übrig, aber alleine durch den Druck machte das Ganze einfach keinen Spaß. Ich wusste nicht, ob während dem Gelaber der Charaktere auch Zeit abgezogen wird und wollte die Dialog so schnell wie möglich hinter mich bringen, und die Bosse in dem Dungeon waren auch nicht alle einfach, so dass ich beim hektischen Menügeklicke während den Kämpfen beinahe den Verstand verloren hätte. Gott, dümmste Stelle überhaupt.


Samstag, 10. November 2012

Lieblingspokémon nach Typ

Vor kurzem habe ich bei jemandem auf der Backloggery ein verlinktes Bild gefunden, in dem der User sein Lieblingspokemon eines jeden Typs angeführt hat. Die Idee musste ich natürlich sofort klauen! o/
Während der Auswahl bin ich auf ein paar Schwierigkeiten gestoßen - bei manchen Typen ist es fast unmöglich, sich zu entscheiden und es tut einem dann irgendwie leid, bestimmte Pokemon nicht anführen zu können (bei mir zum Beispiel Evoli oder Aquana). Bei anderen wiederum fiel es mir schwer, überhaupt etwas auszuwählen. Ich hab hierbei erkannt, dass ich beim Typ Gestein eigentlich kein Pokemon wirklich toll finde. Genauso bei Stahl und Drache (wobei ich Libelldra schon sehr cool finde, ich hab nur noch nie mit einem gespielt ^.~).
Wie auch immer, hier ist also das Endergebnis:


Donnerstag, 8. November 2012

Die Chronik der Erkorenen

Der vierte Teil von Dragon Quest war gleichzeitig der erste, den ich überhaupt aus dieser Reihe gespielt habe. Natürlich das Remake für den DS - die alte Version empfinde ich als heutzutage kaum noch spielbar (nachdem ich in einem Youtube-Video die furchtbaren, pinken Böden und das umständliche Menü-Geklicke gesehen habe).
Ich bin also mit großer Neugier an "Die Chronik der Erkorenen" herangegangen und war durchaus von vielen Dingen begeistert... bis ich ins dritte Kapitel bekommen bin.

Der grundsätzliche Aufbau des Spiels sollte Kennern ja ein Begriff sein: Bevor man mit dem eigentlichen Helden startet, spielt man mit jedem Charakter aus der zukünftigen Party ein kurzes Kapitel, das die Beweggründe eben jener beleuchten soll. Das fand ich eine wundervolle Idee, weil dadurch die Charaktere natürlich wichtiger werden und Persönlichkeit bekommen, zumindest so weit es für so ein altes Spiel möglich war. Der Umsetzung merkt man nämlich schon an, dass damals die Art der Geschichtenerzählung noch relativ minimalistisch war.
Dafür haben die Macher immerhin versucht, die einzelnen Kapitel relativ unterschiedlich zu gestalten, was in meinem Fall allerdings irgendwie nach hinten losgegangen ist. Wie oben angedeutet, die dritte Episode der Chroniken hat mir jegliche Motivation geraubt, und ich habe sie erst nach langer Durchqälerei wieder gefunden.


Freitag, 2. November 2012

Blue Dragon #1 - Wer hat diese Charaktere erfunden?

Nachdem ich in letzter Zeit vor allem relativ alte RPGs durchgespielt habe, wollte ich mich mal wieder etwas eher Neuerem widmen. Wie man an der Überschrift unschwer erkennen kann, ist die Wahl auf "Blue Dragon" gefallen, ein RPG bei dem verdammt fähige Leute mitgemacht haben. Hironobu Sakaguchi, der Erschaffer von Final Fantasy hat die Geschichte geschrieben, Akira Toriyama, der Dragonball-Macher, hat die Charaktere gezeichnet und die Musik stammt von niemand anderem als Nobuo Uematsu, ebenfalls bekannt aus fast allen FF-Spielen der Hauptreihe. Es konnte sich bei Blue Dragon also ja wohl nur um ein Meisterwerk handeln.
Nah, eher nicht.

An Blue Dragon gibt es unweigerliche Pluspunkte, die den Spielspaß ungemein steigern: Das Spiel ist relativ einfach, die Kämpfe machen eigentlich richtig Laune und die Musik ist umwerfend. Diese drei Dinge retten irgendwie schon so ziemlich alles, denn das Abenteuer wirkt deshalb relativ kurzweilig (obwohl es für die XBox 360 auf ganzen drei CDs erschienen ist) und wird so niemals etwas, wo man sich durchquälen muss. Mir gefällt auch der allgemeine Komfort - auf der Weltkarte kann man immer speichern, man bekommt überall einen Arsch voll Items, Zauber und Abilities sind teilweise richtig cool und extrem nützlich, und es gibt die Möglichkeit schnell an bereits besuchte Orte zu reisen. Und nach den ganzen uralt-Final Fantasies ist selbst die Grafik recht hübsch anzusehen. ;)
Wie gesagt, all diese Dinge machen mir Freude an dem Spiel und reichen vollkommen aus, um mich bei der Stange zu halten. Ich spiele Blue Dragon wirklich gerne, aber ich verstehe, wenn es anderen nicht so ergeht.


Donnerstag, 1. November 2012

Final Fantasy 1 - Der Ursprung

Mit dem Abschluss von Final Fantasy 1 habe ich nicht nur den "On Fire"-Badge auf der Backloggery erhalten und jetzt schon das Spiel für den Monat November geschafft, es ist auch ein riesengroßer Schritt in meiner Laufbahn als Videospielerin.
Gekauft und angefangen habe ich diesen ersten Teil der FF-Reihe, der immerhin aus dem Jahre 1987 stammt, ja eigentlich nur, weil ich ein Final Fantasy Fangirl war und auf jeden Fall alles aus der Hauptreihe spielen wollte. Das alleine deutet ja schon an, dass ich noch recht jung war und natürlich war da der Playstation-Port des ersten Final Fantasies nicht besonders einfach für mich. Dieser ist nämlich kaum einfacher als die ursprüngliche NES-Version - ein paar Dinge wurden angenehmer gestaltet, zum Beispiel trifft ein Angriff, der auf einen bereits getöteten Gegner gerichtet war automatisch den nächsten, was auf dem NES noch nicht so war.
Aber die hohe Zufallskampfrate, die viel zu schwachen Potions als einziges Heilitem und die Tatsache, dass man ohne fähigen Weißmagier so gut wie keine Statusveränderungen oder Kampfunfähigkeit heilen konnte, nagten hart an meinen Nerven.

Final Fantasy 1 für die Playstation ist also nicht wirklich so ein großes Remake wie zum Beispiel die Advanced-Version. Hauptsächlich wurde die Grafik aufpoliert und eben kleine Dinge etwas vereinfacht - der Großteil ist wie das Original, inklusive der Levelobergrenze von 50. Wenn man da also den Endboss nicht schafft, schafft man ihn niemals. ;) FF1 dürfte also wohl das bisher härteste RPG sein, das ich bisher gespielt habe. Vor allem weil ich mit dem Thief/Ninja auch einen Charakter gewählt habe, der die meiste Zeit über relativ nutzlos gewesen ist. :-/
Während ich früher allerdings nur immer sehr kurze Dosen davon vertragen habe, bevor es mir zu frustrierend wurde, habe ich mich diesmal einfach durchgequält. Wobei "gequält" stellenweise absolut zutrifft, aber größtenteils dann viel zu negativ anmuten lässt. Eigentlich hatte ich nämlich Spaß.